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Der  Bischof  von  Rom  haͤtte  ungefaͤhr  aus  Erfahrung  wissen
konnen,  daß  die  erwaͤrmende  Nähe  des  Hofs  nur  für  das
erste  Ausbrüten  des  kleinen  Herrn  gut  ist;  aber  der  Mensch,
der  noch  oͤfters  bei  sich  selbst  zweifelt,  ob  er  auch  ein  Herr
sey,  weil  er  deß  noch  gar  nicht  recht  gewiß  ist,  ein  Herr  zu
seyn,  ist  gewöhnlich  äußerst  argwöhnisch;  Menschen  dieser  Art
riechen  meist  Pulver,  wo  eigentlich  nichts  war,  und  am  Orte
der  eigentlichen  Gefahr  schießen  sie  vorüber.  Vor  dem  in
Constamtinopel  fürchtete  sich  der  Bischof  von  Rom  so,  daß
er,  wie  alle  schwache,  furchtsame  Menschen,  gewöhnlich  tückisch,
gewaltthätig,  boshaft  gegen  ihn  war.  Hingegen  mit  dem  von
Alerandrien  hielt  er  es,  wenn  schon  dieser  damals  in  mehreren
  Vorsällen  bewies,  daß  ihm  Nägel  und  Klauen  zum
geistlichen  Despoten  gewachsen  seyen,  wenn  schon  dieser
theologisch  und  politisch  zu  tyrannisiren  anfing,  und  in  einer
Lage  war,  wo  er  seinen  Muthwillen  recht  ungestrafe  ausüben
  konnte.  Der  Kaiser  in  Constantinopel  mußte  sich  vor
ihm  fürchten,  denn  in  Egypten  war  es  ohnedieß  unruhig;
und  wenn  der  salsche  Bischof  einmal  eine  starke  Kornlieferung
nach  Constantinopel  aufhielt,  war  Empdrung  in  Constantinopel.
  Egypten  war  das  Land  der  Mönche,  also  der  Schwärmer.
  Unruhige,  tobende  Köpfe,  die  wie  die  Betteljuden  aus
Egpypten  nach  Afrika,  Asien,  und  in  die  entfernten  Theile  des
römischen  Europa  liesen.  Wollte  der  Bischof  von  Alerandrien
das  Corps  in  Bewegung  setzen,  so  konnte  er  sich  dem  Kaiser
eben  so  furchtbar  machen,  als  die  Roͤmer  ihren  Feinden  jenseits
  des  Euphrats.  Diesen  so  gewaltthätigen  Bischof  aber
fürchtete  der  von  Rom  weniger  als  Nebenbuhler,  als  ob  er
prophetisch  hätte  voraussehen  können,  was  für  ein  Ende  es  hier
nehmen  müsse,  daß  im  Anfange  des  siebenten  Jahrhunderts
ein  glücklicher  Stürmer  (Muhammed)  aus  der  arabischen