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sich  wieder.  Nun  war  aber  damit  fürchterlicher  Mißbrauch
verbunden.  Man  ist  in  den  Palast  gebrochen,  wenn  der  arme
Mann  noch  im  Bette  lag,  zog  ihm  das  Bett  unter  dem  Leibe
weg,  plünderte  seinen  Palast,  daß  er  es  roͤchelnd  noch  sah.
Die  Sitte,  daß,  sobald  der  Geistliche  die  Augen  schloß,  man
über  seine  Hinterlassenschaft  herfiel,  war  ursprünglich  in  der
ganzen  Kirche  gewöhnlich,  nur  mit  dem  Unterschiede,  daß  an
manchen  Orten  der  König  das  Recht  zum  Wortheil  der  Kirche
erercirt  hat,  und  nicht  das  Volk.  Deßwegen  mußten  die
Geistlichen  erst  von  den  Regenten  ordentlich  Erlaubniß  bekommen,
  Testamente  zu  machen.  In  was  für  einem  kleinen
Lichte  erscheint  der  roͤmische  Bischof,  wenn  man  das  bedenkt!
Noch  nicht  zum  letzten  Male  Luft  geathmet,  und  man  plündert
ihn,  und  in  einer  Zeit  von  einer  halben  Stunde  liege  er  leer
im  Palasi  da.

So  ging's  kläglich  im  sechsten  und  siebenten  Jabrhundert.
  Im  achten  entstand  eine  Streitigkeit  im  Orient,
die  dem  rdmischen  Bischof  so  nahe  an's  Herz  ging,  daß  er
darüber  den  Rebellen  gegen  den  griechischen  Kaiser  machte.
Der  byzantinische  Kaiser  Leo  der  Isaurier  wollte  dem
Mißbrauch,  der  zum  großen  Aergerniß  der  Juden  und  Muhamedaner
  mit  den  Bildern  in  der  christlichen  Kirche  getrieben
wurde,  ernstlich  gesteuert  wissen.  Besonders  war  das  Küssen
der  Bilder  ihm  ärgerlich;  er  wollte  sie  also  vorerst,  wenigstens
in  der  Kirche,  nur  so  hoch  gestellt  wissen,  daß  das  unterblei,
ben  mußte.  Dem  Volke  hätte  man  es  verzeihen  können,  daß
es  sich  empdrte,  aber  noch  viel  eigensinniger  gegen  diese  Reform
  war  der  römische  Bischof,  Gregor  II.  Er  schalt  den
Kaiser  mit  allen  schönen  alttestamentlichen  Namen,  und  bereitete
  Alles  auf  die  Empdrung  vor,  durch  welche  endlich  das
ganze  Erarchat  für  den  byzamtnischen  Hof  verloren  ging.
Es  war  gewöhnlich:  Ehe  man  das  Brod  aß,  legte  man  es