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Apostolicoe,  es  war  die  Geschichte  mit  dem  Pallium  da,
aber  diese  Anfänge,  die  so  vereinzelt  da  lagen,  waren  noch
nicht  so  wichtig,  als  bis  durch  so  ein  Genie,  wie  Gregor  VII.“
(10735  bis  1085),  das  Ganze  in  ein  Gewebe  zusammengeflochten
  ward.  «

Doch  so  ein  Schattenriß  von  einem  Gewebe  faͤngt  mit
dem  Pallium  fuͤr  Deutschland  an.  Man  denke  hier  nur  an
Bonifacius,  unsern  Apostel,  der  unsere  Voraͤltern  vom
Pferdefleischessen  entwöhnt  und  zur  christlichen  Religion  gewöhm
  hat.  Ee  haben  diese  Missionärs  des  roͤmischen  Stahls,
welche  die  rôömischen  Bischöfe  zu  Bischöfen  gemacht,  das
Pallium  von  ihnen  bekommen,  dem  roͤmischen  Bischof  einen
Eid  abgelegt,  der  so  lautete,  wie  ihn  damals  Vasallen  ihren
Lehnsherren  schwören  mußten.  Der  kmische  Bischof  hatte
ihn  also  gleichsam  mit  Deutschland  belehnt.  Nach  dem  Eifer,
den  der  Missionär  für  den  gebabt  har,  der  ihn  aussandte,
suchte  Bonifacius  auch  die  übrigen  Bischöfe  des  fränkischen
Reichs  zu  gewöhnen,  das  Pallium  anzunehmen.  Wenn  das
damals  sich  schon  ereignet  hätte,  so  würde  der  Faden  schon
sehr  zu  einem  Gewebe  sich  erweitert  haben.  Die  Bischoͤfe
schlugen  es  aber  einmüthig  ab,  so  viel  Mühe  sich  auch  Bonifacius
  auf  Synoden  gab.

Schade,  daß  die  Chronisten  des  mittlern  Zeitalters  nicht
in  die  gegenwärtige  Periode,  besonders  in's  achte  Jahrhundert,
ihre  Erzählung  von  der  Päbstin  Johanno  gesetzt  haben.
In  der  pragmatischen  Geschichte  paßt  sie  wenigstens  völlig
hieher,  und  eben  diese  Geschichte  gibt  zugleich  den  treffendsten
Beweis,  wie  unparreiisch  Protestanten  in  der  Geschichte  seyn
koͤnnen.  Die  Pabstgeschichte  ist  durch  die  Bemühung  der.
Motestanten  auch  von  dieser  scandaldsesten  Geschichte  gereinigt
worden.  Das  Factum  ist:  Eine  gewisse  Johanna  (die
Chronisten  setzen  sie  in  die  Mitte  des  neunten  Jahrhunderts)