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ein  Weibsgesicht,  und  unten  stand  der  Name  eines  Mannes.
Daher  mußte  auch  jenes  entstellt  werden.  Die  Protestanten
victorisirten,  wie  die  Sache  in  Deutschland  bekannt  ward,
daß  die  Päbste  jede  Spur  von  historischer  Wahrheit  hiebei  zu
unterdrücken  suchten.  Es  kam  noch  etwas  Anderes  hinzu,
was  man  als  Denkmal  ansah,  daß  einmal  ein  Weib  Pabsi
gewesen  sey,  Sella  stercoralis,  ein  Stuhl,  worauf  der  Pabst
sitzen  mußte,  ehe  er  eingeweiht  ward.  Dieser  soll  so  eingerichtet
  gewesen  seyn,  daß  man  sich  hätte  versichern  können,
ein  Betrug  von  der  Art  werde  nicht  mehr  gespielt.  Mabillon
  auf  seiner  Reise  nach  Italien  hat  den  Stuhl  untersucht
und  gefunden,  daß  man  sich,  verleitet  durch  den  Namen  stercoralis
  (Nachtsiuhl),  sehr  geirrt  hat.  Der  Pabst  wurde  erst
nach  der  Ordination  darauf  gesetzt,  und  er  hat  bloß  den  Namen
  Stercoralis  daher  gehabt,  daß  ein  Lied  dabei  gesungen
wurde,  worin  der  Vers  des  Pfalms  steht:  Du  hebst  den
Dürftigen  aus  dem  Staube  hervor,  und  aus  dem  Kothe  den
Armen.  *)  Das  Monument  mit  der  Statue  verlor  sich  auch,
da  man  sah,  daß  sie  erst  im  fünfzehnten  Jahrhundert  gemacht
war.  Alles  kam  nun  auf  die  Stimmen  der  Schriftsteller  an.
Wie  man  genau  nachsah,  so  war  der  früheste  Zeuge  für  das
Factum  ein  Dominicaner,  Martinus  Polonus  aus
dem  dreizehnten  Jahrhundert  (schon  äußerst  verdächtig  für
ein  Factum  aus  dem  neunten  Jahrhundert).  Man  haätte
erwarten  sollen,  daß  die  Griechen,  die  im  neunten  Jahrhundert
  so  mannichfaltige  Händel  mit  den  Lateinern  hatten,
das  Factum  nicht  anzuführen  vergessen  haben  würden.  Ueberdieß
  sah  man,  daß  es  Zeugniß  von  den  Malcontenten  war,
die  jedes  Scandal  aufsuchten.  Vielleicht  ging  damals  die  Sage.

7  Suscitas  de  pulvere  egenum,  et  de  stercorc  pauperem.