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einander,  und  der  rômische  Bischof  mußte  das  Privilegium
dazu  aufstellen,  daß  sie  sich  untereinander  beißen  durften.  Das
alles  aber  machte  doch  immer  nur  vorübergebende  Revolutionen.
Zwei  Vorfälle  mußten  sich  ereignen,  durch  welche
dem  kaum  gewordenen  Pabst  Leben  und  Kräfte  zuschossen.
Es  mußte  Ehehändel  unter  den  fränkischen  Regenten
  geben,  und  Pseudo-Isidor  mußte  erscheinen.
  Bis  auf  die  Zeiten  der  Carolinger  hin  gibt  es  eine
Menge  einzelner  Facta,  die  man  zur  Grundlage  des  Beweises,
daß  ein  Pabst  eristirt  habe,  brauchen  kann;  aber  noch  iß  kein
gleichfrmig  fortdauernder  Ton.  Zuerst  also  das  bekannte
Factum  mit  Lothar,  dem  Bruder  Kaisers  Ludwig  kl.
Dieser  hatte  lange  mit  seiner  Gemahlin  Teutberg  zusammen
  gelebe,  die  Verwandie  der  Teutberg,  was  nachber  großen
Einfluß  gehabt  hat,  sehr  erhöht,  besonders  einen  ibrer  Brüder
zum  Gouverneur  von  Burgund  gemacht.  Der  Keiser  sieht
aber  nachher  ein  schöncres  und  eigensinnigeres  Mädchen,  die
ihn  für  keinen  andern  Preis  nehmen  wollte,  als  daß  er  sie
in  sein  Bett  und  auf  seinen  Thron  nehmen  müsse,  Wallrade.
  Man  machte  Tractate  mit  Teutberg,  sie  solle  ihr  das
Bett  überlassen.  Sie  mag  sich  vorgestellt  haben,  daß  sie  in
allen  Ebren  vom  König  hinwegkommen  könnte;  der  König
aber  ließ  die  Sache  auf  einer  Synode  vornehmen,  und  sich
da  scheiden,  damit,  wenn  er  Prinzen  von  Wallrade  bekommen
sollte,  sie  als  ächt  anerkannt  würden.  Die  Synode  wurde
(860)  gebalten.  Der  Koͤnig  hatte  seine  Bischöse  gestimmt,
vorzüglich  den  Bischof  von  Köln  und  Trier,  die  in  die  Scheidung
  willigten.  Wie  Teutberg  sich  prostituirt  und  das  Factum
  so  publik  gemacht  sah,  erklärte  sie,  daß  sie  nicht  darein
willige;  und  während  Lothar  sich  ganz  sicher  dachte,  wandte
sie  sich  an  den  Pabst.  Weil  es  nun  so  ein  ersies  Factum
war,  wo  sich  der  Pabst  in  Ehehändel  mischre,  mußte  er  aͤußerst