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Ein  Mann,  der  Frau  und  Kinder  hatte,  besann  sich  gewiß
eher,  als  ein  anderer,  der  frei  war!  Der  Betrüger  war  also
des  gemeinen  Ganges  des  menschlichen  Lebens  sehr  kundig;
aber  er  verfuhr  dabei  dußersi  dumm.  Ein  solches  Beispiel
von  Narreuglück,  als  er  hatte,  gibt  es  in  der  politischen  Kirchen=
  und  Literargeschichte  nicht.  Es  ist  unbegreiflich,  wie  ihm
sein  Streich  gelungen  ist.  Man  darf  nur  das  erste  beste
Stück  darin  lesen,  und  ein  Stück  vor  die  Hand  nehmen,  das
ächt  ist,  so  sieht  Jeder:  das  kann  unmöglich  aus  demselben
Zeitalter  seyhn.  Wer  sich  die  Mühe  einmal  nehmen  will  zu
vergleichen,  und  dieß  hat  er  erleichtert,  da  er  ächte  und  unaͤchte
  Stücke  unter  einander  gemengt,  dem  muß  es  auffallen,
daß  alle  Bischöfe  aus  den  drei  ersten  Jahrhunderten  einen  Styl
schrieben.  Es  ist  ein  barbarisches  Latein  bei  ihnen.  Sollte
sich  nun  das  denken  lassen,  daß  vierzig  Männer  alle  einen
Styl  schreiben  und  gerade  alle  auf  eben  die  Art  feblen  sollten?
  Die  römischen  Bischöfe  waren  freilich  keine  Gelehrte,  aber
es  gehdrt  nicht  viel  Gelehrsamkeit  dazu,  in  seiner  Muttersprache
gut  zu  schreiben,  besonders  nicht  viel,  um  Germaniemen  zu  vermeiden,
  der  historischen  Fehler  nicht  zu  gedenken.  Er  hat  auch
gleichsam  um  Tagelohn  unächte  Stücke  gemacht.  Er  hätte
mit  sechs,  sieben  zufrieden  seyn  können,  stait  deren  macht  er
vierzig,  fünfzig.  Er  muß  sich  auf  das  Betrügerhandwerk  nicht
verstanden  haben,  sonst  hätte  er  sie  gewiß  so  sparsam,  als
möglich,  gemacht:  denn  nun  hat  man  eine  Handhabe,  woran
man  die  Betrügerei  auffassen  kann.

Daß  die  Betrügerei  gelang,  davon  lag  die  Ursache  gleich
in  dem  ersten  Gange,  wie  das  Buch  in  Circulation  kam.  Es
ist  natürlich  bei  einem  Prozeß  zum  ersteumal  producirt  worden,
  wo  ein  geistlicher  Bischof  der  Autorität  dos  Cxzbischofs
sich  erwehren  wollte,  wahrscheinlich  im  Sprengel  des  Erzbischofs
von  Rheims,  Hin  kmar's,  eines  sehr  gelehrten  Mannes,  von