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was  er  wollte.  Jetzt  war's  nicht  mehr  bloß  Observanz,  sondern
  gesetzmäßig.  Nun  ist  jeder  Betrug  nur  in  den  ersten
Jahren  seiner  Enrstehung  schwer,  er  sey  so  grob  als  er  wolle.
Die  Menschen  bleiben  bei  ihrem  einmal  gewöhnlichen  Gange
zu  gewiß,  als  daß  sie  sich  unterstehen  sollten,  später  die  Rechtmaͤßigkeit,
  wenn  sie  auf  dieselbe  geleitet  sind,  erst  zu  untersuchen.
Während  daß  die  zwei  Vorfälle,  Ehestreitigkeiten
der  Könige  und  Pseudo-Isidorische  Dekretalen,
den  rdmischen  Bischof  im  Verhältniß  gegen  den  Staat  zum
Herrn  machten,  so  ereignete  sich  um  die  Zeit  in  der  Mitte
des  neunten  Jahrhunderts  ein  Vorfall,  der  ihn
zum  Herrn  seines  einzigen  noch  übrigen  Nebenbuhlers
  im  Verhältniß  gegen  die  Kirche  machte,
zum  Sieger  über  den  Bischof  von  Constantinopel.
  Es  waren  große  Händel  im  Orient,  allgemeine  Zerrüttung
  im  byzamtinischen  Ministerium.  Der  Patriarch  von  Constantinopel,
  Ignatius,  mußte  springen.  Er  hatte  den
Minister  des  Kaisers  beleidigt,  ihm  beichtväterliche  Ermahnungen
  gegeben,  wozu  er  sich  nicht  hätte  sollen  berechtigt  glauben.
  Man  machte  den  Trabanteuhauptmann  Photius  zum
Patriarchen.  Jeder  von  den  Beiden  gab  sich  Mähe,  die  Anerkennung
  des  rdmischen  Vischofs  als  Patriarch  zu  erhalten,
und  der  Preis,  den  der  rdmische  Bischof  aussetzte,  war  Cedirung
  der  Bulgarei.  Darüber  hatten  Beide  Sereitigkeiten;  sie
schickten  Missionäre  hin,  um  die  Bulgaren  zu  bekehren.  Die
sältesten  waren  vom  Bischof  von  Constantinopel  hingeschickt.
Es  war  ein  occupirtes  Terrain,  wie  die  roͤmischen  Missionäre
cinkamen,  und  doch  machte  der  Bischof  von  Rom  Anspruch.
In  diesen  Streitigkeiten  siegte  zum  erstenmal  der  roͤmische  Bischof
  mit  einiger  Fortdauer  über  den  von  Confkantinopel.
Also,  in  Ansehung  des  Staats  und  der  Kirche  nahm  es
für  den  rdmischen  Bischof  einigen  Fortgang  zum  Pabst;  nur