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den  Pabst  in  Ansehung  der  kheologischen  Dogmatik  zu  machen,
unterstand  er  sich  noch  nicht.  Er  war  zu  unwissend.  Wenn
er  hierin  den  Despoten  machen  wollte,  mitlang  es  immer.
So  war  er  nicht  der  erste,  welcher  den  Griechen  Vorwürfe
wegen  der  Ketzerei  machte.  Photius  selbst  war  es.  So
exeignete  sich  zu  Ende  des  achten  Jahrhunderts  ein  Streit:  ob
es  Amtipoden  gebe.  Der  Pabst  machte  aus  der  Meinung,
daß  es  welche  gebe,  Ketzerei,  blamirke  sich  also  auch  hier.  Hier
war  nicht  bloß  Gewaltthätigkeit  hinlänglich,  es  wurden  auch
Kenuntnisse  erfordert.  Auch  um  im  Kanzleisiyl  allmählig  den
Ton  des  großen  Herrn  zu  ergreifen,  gingen  wichtige  Veränderungen
  vor;  z.  B.  die,  daß  der  rdmische  Bischof,  wenn  er  an  Jemanden
  schrieb,  seinen  Namen  vorsetzte;  zwar  eine  unbeträchtliche
  Kleinigkeit,  aber  doch  zeigte  sich  in  ihr  der  Stolz,  wie  gewöhnlich
  der  Stolz  des  Halbherrn  ist.  Erst  am  Ende  des  zehnten
  Jahrhunderts  änderte  sich  der  Styl  so,  daß  der  römische
Bischof  sich  zu  groß  dünkte,  einen  seiner  Kollegen  schlechtweg
zu  grüßen.  Er  schrich:  Officia  etapostoli

Auch  nennt  er,  Gregor  VII.  machte  diese  Veränderung,  die
Bischöfe  nicht  Kratres,  sondern  Filios.  Um  die  Zeit,  wo  der
rdmische  Bischof  durch  Pseudo-Isidorische  Dekrekalen  und  durch
Ehescheidungen  der  Könige  so  sehr  sich  emporschwang,  in  dem
rdmischen  Reiche  Anarchie  war,  ist  es  kein  Wunder,  wenn
der  rdmische  Bischof  selbst  in  der  That  Kaiser  machen  konnte.
Ein  Fall  von  der  Art,  wo  es  nicht  geläuguct  werden  kann,
worthei  Karl  dem  Dicken.  Der  vomische  Bischof,  noch
#gar  nicht  in  Politik  geübt;  machte  ssch  zur.  Grundmarime,
doß  er  in  keinen  glücklichern  Umständen  seyn  könne,  als  wenn
-der  nene,  Kaiser  in  Rom  gar  nichts  gelte.  Die  kaiserliche
Autorität  versank  deßwegen  im  neunten  Jabrbundert
  durch  die  Bemühungen  des  roͤmischen
Bischofs  völlig.