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gors  VII.  reducirt  sich  auf  folgende  drei  Punkte:  1)  Gregor
  machte  es  sich  gleich  beim  Anfange  seiner
Regierung  zum  Grundsatz,  allein  zu  regieren,
zogäuß  erst  selten  Cardinäle  zu  Rathe.  Daher  kommt's,  daß
diese  seine  heftigsten  Feinde  waren;  aufgebracht,  sich  so  ganz
von  aller  Theilnahme  an  der  Regierung  ausgeschlossen  zu
sehen.  Hingegen  mit  seiner  Mathilde  in  der  Stille  etwas
auszumachen,  war  seinem  Genius  gemäß.  Er  fühlte  sich  als
Superior,  der  doch  thun  könnte,  was  er  wolle,  Mathilde
möôchte  rathen  was  sie  wollte.  Der  Umgang  mit  Mahhilde
war  wohl  nicht  so  ganz  das,  was  Benno  daraus  macht;  doch,
wenn  es  auch  das  gewesen  ist,  ist  es  auch  nicht  außer  dem
Geiste  des  Zeitalters.  Die  Mönche  waren  daran  gewöhnt,
fromme  Schwestern  mit  sich  herumzuführen.  Erste  Maxime
von  Gregor  war  also,  in  seinem  Cabinet  Alleinherrscher
  zu  seyn.  Soust  wäre  es  nicht  mdglich  gewesen,
  daß  er  mit  dieser  Verschwiegenheit  und  Standhaftigkeit
seine  politischen  Projekte  durchgesetzt  hätte.  Bei  ihm  würden
sich  die  Jdeen  gedreht  haben,  wenn  er  die  weitläusigen  Versammlungen
  der  Cardinäle,  Gesandten  oder  Großen  in  Rom
hätte  anhören  müssen.

2)  Eine  zweite  Marime,  die  beweist,  wie  sehr  er
die  Menschen  kannte,  war  die:  durch  Geschwindigkeit
und  äußerste  Unverschämtheit  Alles  zu  übertäuben.
  Dieß  ist  ihm  herrlich  gelungen.  Man  fand  auch
bei  ihm  bestitigt,  was  sich  ergibt,  wenn  man  das  Schicksal
so  mancher  großen  Bösewichte  übersieht  :  bloß  durch  den  äußersten
  Grad  der  Unverschämtbeit,  worauf  sie  ihre  Thaten  trieben,
  etourdirten  sie  gleichsam  ihr  ganzes  Zeitalter.  Ein  Beweis
  von  der  enormen  Unverschämtheit,  die  Gregor  hatte,  ist:
Gleich  in  den  ersten  Tagen  seluer  Throubeskeigung  hielten
einige  italienische  Große  bei  ihm  an,  einen  Zug  nach  Spanien.

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