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gegen  die  Araber  zu  thun,  baten  ihn,  alles  das  Land  ihnen
zu  schenken,  was  sie  endlich  von  den  Arabern  erobern  wuͤrden.
Etwas  zu  schenken,  was  nicht  sein  gehoͤrte:  dazu  war  er  immer
  bereitwillig.  Er  stellr  ihnen  sogleich  eine  Denunciations=Akte
  aus,  doch  mit  der  Bedingung,  daß  man  einen  gewissen
Zins  an  den  beiligen  Peter  erlegen  sollte;  an  die  Spanier.
aber  schreibt  er:  sie  würden  wissen,  daß  Spanien  von  jeher
ein  zinsbares  Reich  des  heiligen  Peter  gewesen  sey.  In  Rom
und  Spanien  wußte  man  nichts  davon;  als  jedoch  die  Spanicr
  ihr  Erstaunen  bezeigten,  gab  er  ihnen  Verweise,  warum
sie  eine  so  wichtige  Sache  vergessen  hätten,  und  setzte  sie  so
in  Schrecken,  daß  der  König  von  Arragonien  sich  eutschloß,
einen  Tribut  zu  geben.  So  sagte  er  auch:  Karl  der  Große
hätte  Sachsen  dem  heiligen  Stuhle  geschenkt,  und  er  würde  es
durchgetrieben  haben,  daß  die  Sachsen  ihm  hätten  Tribut
geben  müssen,  wenn  ihm  nicht  Heinrich  IV.  auf  dem  Nacken
gewesen  wäre.

5)  Eine  dritte  Maxime  Gregor's  war  die:  immer
  das  Interesse  der  Normänner  und  des  deutschen
  Kaisers  getheilt  zu  erhalten.  Wenn  der
deutsche  Kaiser  ihm  zu  sehr  zu  Leibe  ging,  schloß  er  mit  dem
Herzoge  von  Apulien  und  Calabrien  Traktate.  Hatte  er
Heinrich  IV.  auf  dem  Halse,  so  zog  er  sich  gegen  das  obere
Italien.  —  Was  sonst  feine  politische  Kunstgriffe,  seines,
ausgedachtes  Raisounement  über  politischen  Stand  der  Dinge
betrifft,  so  findet  sich  dieses  bei  ihm  nicht.  Es  ist  bei  ihm
förmliche  Mischung  von  Arglist  und  Schwärmerei,
wie  bei  Cromwell,  daß  man  nicht  weiß,  ob  man  einen
Betrüger  oder  Narren  vor  sich  hat.  Gleich  in  den  ersten
Wochen  seiner  Thronbeskeigung  schrieb  er  z.  B.  einen  Brief
an  den  Abt  von  Monte  Cassino;  darin  steht:  sie  würden  in
kurzer  Zeit  sehen,  daß  Gott  auf  eine  ganz  besondere  Art  in