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Gregor  als  Mensch  und  nicht  als  Pabst  gehandelt  hat.  Gregor
  hat  sich  die  enormsten  persönlichen  Mißhandlungen
  einiger  Regenten  erlaubt.  Die  Historie
von  Cauossa,  wer  weiß  sie  nicht?  Die  andere  Geschichte
mit  dem  Herzog  Rudolph  von  Schwaben,  der  durch  seine
Beförderung  Kaiser  wurde,  den  er  mit  der  deutschen  Königswürde
  belehnt  haben  wollte.  Ferner:  ein  paar  Mißhandlungen
  gegen  kleinere  italienische  Fürsten.  Man  findet  insbesondere,
  daß  er  vorzugsweise  die  Deutschen  mißhandelt  hat.  Man
bemerkt  nicht,  daß  er  sich  in  seinen  Briefen  ähnlicher  harter
Ausdrücke  gegen  einen  Engländer  oder  Franzosen  erlaubt,
und  wenn  er  einen  Italiener  mißhandelte,  so  waren  das  Freunde
seines  engeren  Jirkels.  Er  hielt  die  Deutschen  alle  für  Dummköpfe.
  ungeschliffene  Menschen,  die  er  etwas  abreiben  müsse,
bis  sie  geschliffen  würden.  Gegen  Heinrich  IV.  fiel  es  ihm
nicht  schwer,  dessen  trotzig  furchtsamen  Charakter  er  bereits
kannte,  sich  in  Achtung  zu  setzen.  Derselbe  Fall  war  auch
bei  dem  Herzog  Rudolph  von  Schwaben.  Er  sah,  daß
es  kein  Prinz  von  Kopf  sey,  sah  ihn  als  sein  Geschöpf  an,
und  mißhandelte  ihn  als  sein  Geschopf.  Hatte  er  Einen  vor
sich,  wovon  er  dachte:  er  sey  ein  Mann  von  Kopf,  der  Schonung
  verdiene,  so  schonte  er  ihn  sehr,  z.  B.  Wilhelm  Con-Juestor,
  seinen  Zeitgenossen,  der  seine  ganze  Achtung  genoß.

II.  Was  that  Gregor  im  Verhältniß  gegen
die  kirchliche  Gesellschaft?

Hier  ist  das  Erste:  eine  gesuchte  Einfdrmigkeit,
  selbst  auch  in  allen  Kirchengebräuchen,
oder:  gesuchte  Gleichfdrmigkeit  aller  übrigen  Kirchen  mit  der
römischen  Kirche  selbst;  auch  in  Kirchengebräuchen.  Das
auffallendste  Beispiel  dieser  Art,  das  aber  bloß  einzelne  Probe
von  dem  isi,  was  sonst  unter  seiner  Regierung  vorging,  ist
das  Beispiel  mit  Spanien.  In  Spanien  war  von  den  älte-