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im  Anfang  die  maͤchtigste  Stuͤtze  des  Pabstthums  war,  hinweg.
  Wenn  er  es  nicht  mit  einer  gewissen  Sorglosigkeit  gethau
  hätte,  müßte  man  hierin  den  feinsten  politischen  Blick
eines  Despoten  erkennen,  der  sah,  daß  die  Krücke  bloß  hingercicht
  hatte,  ihn  auf  eine  gewisse  Hôhe  zu  heben,  daß  sie
jetzt  weggenommen  und  eine  andere  ergriffen  werden  müsse.  —
In  den  Pseudo-Isidorischen  Dekretalen  ist  auf  jede  Kleinigkeit
Ercommunication  gesetzt.  Er  fing  an,  sie  etwas  seltener  zu
machen,  sie  mehr  an  sich  zu  ziehen,  und  sie  durch  die  Bischdfe
und  Pastoren  weniger  allgemein  werden  zu  lassen.

Eine  dritte  Veränderung,  die  Gregor  als  Pabst
im  Verhältniß  gegen  die  Kirche  machre,  scheint  der  Eid  zu
sepn,  den  jeder  Bischof  bei  seiner  Consecration
dem  Pobste  schwören  muß.  Es  ist  nicht  vollkommen
in's  Licht  gesetzt,  daß  er  allgemein  von  ihm  eingeführt  sey.
Jeder  mußte  bei  seiner  Consecration  schwören,  daß  er  den
Dekreten  des  Pabsies  ohne  Einschränkung  gehorsam  seyn,  alle
die  anzeigen  wolle,  wovon  er  höre,  daß  sie  nicht  gehorsam
seyen,  daß  er  die  Legaten  des  Pabstes,  wenn  sie  in  seine
Didcese  kämen,  bewirthen,  voh  Zeit  zu  Zeit  nach  Rom  kommen,
  und  alle  die,  die  den  Dekreten  der  rmischen  Kirche  nicht
gehorchen  würden,  aus  allen  Kräften  verfolgen  wolle.  Jeder
deutsche  Bischof  hat  also  bis  auf  die  neuesten  Zeiten  einen
Meineid  auf  sich.  Auf  der  einen  Seite  ist  er  zum  Religionsfrieden
  verbunden,  auf  der  andern  hat  er  bei  seiner  Consecration
  geschworen,  nicht  nur  Ketzer  zu  verfolgen,  sondern  ausdrücklich,
  alle  die  zu  verfolgen,  die  den  Dekreten  des  römischen
Bischofs  nicht  gehorsam  seyen.

Eine  vierte  von  ihm  durchgesetzte  Jdee  ist:  Böllige
und  beharrliche  Aufhebung  der  Ehe  aller  Geistlichen.
  Vorher  schon,  seit  dem  Ende  des  vierten  Jahrhunderts,
  hatte  man  Synodal-Dekrete  des  rdmischen  Bischofs,