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Nachfolger  auf  dem  paͤbstlichen  Stahl  verstanden  den  eigentlichen
  Streitpunkt  nicht.  Dieß  sieht  man  aus  dem  beruͤhmten
  Vergleich,  den  Paschalis  mit  Kaiser  Heinrich  dem  Fünsten
schloß.  Der  Kaiser  gab  die  Investitur  auf,  dagegen  versprach
der  Pabst,  daß  die  Bischöfe  und  Aebte  alle  weltliche  Besitzungen,
  die  sie  vom  Kaiser  hätten,  dem  Kaiser  zurückgeben  sollten.
  In  diesem  Fall  verzichtete  der  Kaiser  sehr  gerne  auf  seine
Inbestitur.  Der  Pabst  glaubte  Wunder,  was  er  damit  ausgerichtet
  hätte;  wie  denn  gelegentlich  die  Bemerkung  zu
machen  ist:  was  es  für  einen  großen  Einfluß  auf  den  Progreß
  und  die  Retrogradation  des  Pabstthums  har,  daß  die
Nachfolger  die  Ideen  ihrer  Vorgänger  so  wenig  eingesehen,
oft  in  blinder  Herrschsucht  dem  feinen  Mane  entgegengearbeitet
  haben,  den  ihre  Vorgänger  schon  ausgewebt  batten.  Der
Vertrag  wurde  auf'  feierlichste  bestätigt.  Er  wurde  mit  einer
Hostie  communicirt,  die  Hostie  zerbrochen.  Die  eine  Hostie
genoß  der  Pabst,  die  andere  der  Kaiser.  Wle  aber  der  Traktat
bekannt  wurde,  machte  er  natürlich  Eindruck  auf  die  Ergbischfe
  von  Mainz,  die  entrüstet  waren,  daß  sie  wieder  zu
gemeinen  Pastoren  sollten  herabgesetzt  werden,  da  sie  bisher
Regenten  des  Landes  gewesen;  nicht  minder  auch  die  italienischen
  Bischöfe.  Der  Pabst  jedoch  hatte  den  schweren  Eid  auf
sich;  es  war  also  kein  ander  Mittel,  als  daß  er  erklärte:  er
könne  nichts  thun,  als  wenn  die  Synode  den  Vertrog  aufheben
  würde,  weil  der  Pabst  unter  der  Synode  sey.  So  listig
kann  sich  der  Pabst  auf  beide  Seiten  wenden.  Der  ganze
Vertrag  wurde  also  aufgeheben.

Eine  andere  Partei,  wie  man  sich  im  Fortgange  der
Streitigkeit  mißverstand,  glaubte,  der  Kaiser  solle  nur  nachgeben
  in  Ansehung  der  Zeichen  der  Investitur,  daß  er  verspräche,
  die  Wahl  solle  vollkommen  frei  seyn,  und  er  wolle.
durch  seinen  Gouverneur  Ring  und  Stab  nicht  hinwegnehmen