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lassen.  Die  dritte  Partei,  die  in  den  Plan  Gregors  am  meisten
  eindrang,  waren  Italiener.  Diese  bestanden  darauf:  die
Lehnsdienste  sollten  aufgehoben  werden.  Hier  hatten  sie  nun
den  richtigen  Grund  aufgefaßt:  Gregor  hatte  den  Bischoͤfen
selbst  einen  Lehnseid  aufgelegt,  der  mit  dem  hätte  collidiren  müssen,
  den  sie  dem  Kaiser  zu  schwören  verbunden  waren.

Gregor  ging  aus  der  Welt,  ohne  doß  die  Ungewißheit
gehoben  wurde;  und  mit  dem  Anfange  des  zwlften  Jahrhunderts
  fing  die  eigentlich  glänzendste  Periode  des  Pabstthums
au.  Denn  nachher  ist  es  allmählig  zu  Grabe  gegangen.  Vor
dem  zwölften  Jahrhundert  regierten  nur  momentaue  Päbste,
größtentheils  nur  rdmische  Patriarchen.

Vierte  Periode.

Die  Zeiten  des  höchsten  Glanzes  des  Pabstthums,
  das  zwölfte  und  dreizehnte  Jahrhundert:
gerade  auch  die  Zeit  der  größten  Aufklärung.

In  dem  zwolften  Jahrhundert  eristirten  die  angesehensten
  Schriftsteller,  deren  Herrschaft  sich  bis  auf  die  Zeiten
der  Reformation  hin  erstreckte:  Abälard,  Petrus  Lombardus,
  Gratian  u.  s.  w.  Universitäten  entstanden,
  wo  mit  einem  Male  in  die  ganze  Literatur  so  viel  mehr
Thätigkeit,  schleunigere  Circulation  kam.  Scholastiker
entstanden,  aber  die  feinsten,  besten  Köpfe  unter  den  Scholasiikern;
  nicht  die  Scholastiker,  durch  welche  der  Ausdruck
etwas  verächtlich  geworden  ist.  Diese  eristirten  erst  im  vierzehuren
  und  fünfzehnten  Jahrhunderte.  —  Die  Diseiplinen