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Koͤnige  und  Kaiser  herabgekommen,  sey  das  Pabsithum  gestiegen.
  Welche  Kaiser  waren  mächtiger  in  der  Reihe  von
Karl  dem  Großen,  bis  Konrad  den  Dritten  herab,  als
Conrad  der  Drirte  (11537  —  1152),  Friedrich  der
Ersite  (11553.—  1190),  Heinrich  der  Sechste  (1190
bis  1197).  Sogar  in  Iralien  die  mächtigsten!  Wann  hat
es  je  einen  mächrigeren  Prinzen  in  Deutschland  gegeben,  als
Heinrich  der  Löwe  war,  der  einen  großen  Theil  des  zwölften
  Jahrhunderts  hindurch  an  das  kaiserliche  Haus  sich  anschloß?
  Welcher  König  in  England  war  mächtiger  als  Heinrich
  der  Zweite,  wenn  man  sich  der  großen  Besitzungen
erinnert,  die  er  auf  dem  festen  Lande,  in  Frankreich  beinahe
zwei  Drittel,  hatte?  Er  hatte  Irland  überzogen,  batte  eine
solche  lange  Reihe  von  Jahren  hindurch  regierr,  daß  er  seine
Macht  in  rechten  Schwung  bringen  konnte.  So  stand  es
auch  mit  Frankreich.  Die  beiden  Könige  Ludwig  VlIlI.  und
Philipp  August  waren  ausgezeichnet  mächtig,  und  regierten
  lange.  Daß  aber  ungeachtet  der  vorzüglich  mächtigen
Kaiser  und  Könige  der  Pabst  doch  seine  glänzende  Periode
batte,  kam  daher:  daß  die  drei  mächtigsten  Kaiser  vorzüglich
in  Italien  ihre  Macht  gehabt  hatten.  Daher  wurde  die  Eifersucht
  der  italienischen  Fürsten  und  Städte  rege.  Sie  sahen
den  Pabst  als  den  einzigen  an,  der  der  Despotie  der  schwäbischen
  Kaiser  Einhalt  thun  bönnte.  Bei  schwächern  Kaisern
würde  dieß  das  Interesse  der  italienischen  Staaten  nichr  so
erfordert  haben.  Auch  half  viel  dazu,  daß  die  mächtigsten
Kaiser  und  Könige  in  dieser  Periode  den  Pabst  unmöglich  in
seiner  Kleinheit  erhalren  konnten:  Kreuzzüge,  das  Beispiel
  in  Canossa  und  kanonisches  Recht.

Ein  drittes  Paradoron,  das  sich  in  der  gegenwärtigen
  Periode  zeigte:  In  der  glänzendsten  des  Pabstes
  war  auch  die  glänzendste  Periode  des  rômi-