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Dieß  ging  durch  eine  Stufenfolge,  die  noch  jetzt  nicht  bemerkr,
ist,  und  über  die  Schmidt  flüchtig  hinweggeeilt  ist.  In  den
aͤltern.  Zeiten  vor  dem  zwoͤlften  Jahrhunderte  und  durch  das
zwoͤlfte  Jahrhundert  geschah  es  gewoͤhnlich,  daß,  wenn  ein
Bischof  gewählt  wurde,  nicht  nur  die  Stadtgeistlichkeit,  sondern
auch  die  vornehmen  Vasallen  des  Stifts  dabei  waren,  denn
auch  sie  bekamen  einen  neuen  Herrn.  Wie  alles  den  alten  Schleudrian
  der  Observanz  ging,  wußte  der  alte  Ritter  wie  er  sich
betragen  sollte;  wie  aber  canonisches  Recht  aufkam,  verstaud
es  der  gemeine  Ritter  nicht  mehr.  Da  fing  man  an  sie  auszuschließen.
  Nun  erregken  sie  Streitigkeiten,  wollten,  sich  nicht
ausschließen  lassen.  Diese  Zwiste  spielten  die  Geistlichen  immer
nach  Rom,  versichert  zu  Rom,  wo  selbst  die  Optimaten  unter
den  Laien  ausgeschlossen  wären,  Gerechtigkeit  gegen  die  Laien
zu  finden.  Es  war,  als  ob  sich  der  Erdboden  aufgethan
hätte,  um  Prozesse  hervorzubringen.  In  jeder  einzelnen  Didcese
  Uneinigkeiten,  Streitigkeiten  zwischen  dem  Bischofe  und
dem  Capitel,  zwischen  dem  Bischofe  und  Archidiakonus,  der
bisher  nomine  cpiscopi  in  der  Didcese  regiert  hatte,  nun  aber
sich  eine  eigene  Jurisdiction  anmaßte.  Bis  auf  diese  Zeiten
hatte  man  nichts  von  einem  Ketzer,  der  ein  Laie  war,  gewußt.
Wenn  von  einem  Ketzer  die  Rede  war,  war  es  ein  Gelehrter,
  der  von  den  älteren  abweichende  Vorstellungsarten  hatte.
Nun  auch  Perketzerung  der  Laien,  zum  Jweck  jener  Ausschließung!
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Der  zerruͤttete  Zustand  einzelner  Kirchen,  besonders  der
deutschen  Kirche,  wurde  durch  die  Gewaltthätigkeiten  Friedrichs.
  I.  und  Heinriches  VI.  vermehrt.  Der  Kaiser  hatte
das  Recht,  entweder  in  seiner  Dioͤcese  wählen  zu  lassen,  oder
einen  Deputirten  zur  Wahl  zu  schicken.  Dieß  mißbrauchte
Friedrich  so,  daß  die  wichtigsten  Bischofsstellen  au  keinen  Andern
  kamen,  als  an  ihn  und  seine  Kanzlei.  Die  Vischdfe,