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Unter  seinen  Vorgängern  war  der  Pabst  mit  Schulden  überbäust,
  eine  schlechte  Oekonomie  am  Hofe,  Pracht,  eine  Menge
unnützer  Bedienten.  Dieß  schaffte  er  ab;  er  machte  sich  damit
viele  Feinde,  darüber  war  er  aber  bald  hinweg.  Ferner  suchte
er  Rom  und  das  Patrimonium  Petri  von  den  kleinen  Tyrannen
  zu  befreien,  die  es  stückweise  an  sich  gerissen  hatten.  So
hatte  der  Pabsi  das  Recht  verloren,  den  Senat  in  Rom  zu
besetzen;  ein  gewisser  einzelner  Senator  hatte  es,  ganz  nur
sich  eigen  gemacht.  Dieses  brachte  er  an  sich  zurück.  Dann
fing  er  an,  einige  der  kleinen  Tyrannen,  wovon  einer  Spoleto
  an  sich  gerissen  hatte,  abzuschlachten.  War  es  ein  Deutscher,
  der  in  eine  Markgrafschaft  Italiens  von  Friedrich  I.
und  Heinrich  VI.  gesetzt  war,  so  mußte  er  Italien  räumen.
Gerade  bei  Spoleto  statuirte  er  an  einem  schwäbischen  Edelmann
  Konrad  ein  Beispiel.  Sein  Werk  vollendere  er  dadurch,
  daß  der  Präsectus  von  Rom,  der  bisher  dem  Kaiser
den  Huldigungseid  (letzter  Ueberrest  der  kaiserlichen  Hoheit)
hatte  schwören  müssen,  denselben  il  ##  schwören  mußte.

Das  Todesjahr  Heinrichs  VI.  war  der  beste  Zeitpunkt
von  der  Welt  für  einen  Pabst,  um  sich  jetzt  recht  auszubreiten.
  Dieser  hinterlies  einen  unmündigen  Prinzen  Friedrich  Il.,
der  unter  der  Vormunvschaft  seiner  Mutter  Constanria
blieb.  Diese  hielt  bei  Innocenz  in  demäthigen  Ausdrücken
an,  ihrem  unmündigen  Sohne  das  Königreich  von  Neapel
und  Sieilien  zu  geben,  die  Lehne  des  Pabstes  seyn  sollten
oder  waren,  und  die  kirchlichen  Rechte  zu  confirmiren,  die
schon  zu  Ende  des  eilsten  Jahrhunderts  dem  Herzoge  Rogerius
von  Sicilien  vom  Pabst  Urban  ll.  eingeräumt  worden  waren.
Diese  heißt  man:  Monarchia  Sicula.  Innocenz  confirmirte
gegen  Prästation  des  gewöhnlichen  Census  das  Königreich
wirklich;  aber  die  Bulle,  wodurch  dem  Rogerius  so  große
Rechte  in  Ansehung  der  Kirche  eingeräumt  waren,  schränkte  er