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Am  Ende  des  dreizehnten  ·  und  Anfang  des  vierzehnten
Jahrhunderts  brach  die  Streitigkeit  zwischen  Bonifacius
dem  Achten  und  Philipp  dem  Schoͤnen  aus.  Man
hat  bei  Matthaͤus  Paris,  in  seiner  Chronik,  beim  Jahre  1239
einen  Brief  vom  Pabst  Gregor  IX.,  wo  er  Kaiser  Friedrich  II.
bestiam  nennt.  Aehuliche  Artigkeiten  wurden  in  dem  gegenwaͤrtigen
  Streite  gewechselt.  Zwei  Hauptfolgen  dieser  Händel
zum  Nachtheil  der  päbsilichen  Hoheit  waren:

4)  Der  König  zog  die  Universirät  Paris  mit  in's  Spiel
und  zwang  die  Gelehrten  des  Zeitalters,  die  Praͤtensie  ĩonen
  des  Pabstes  zu  untersuchen.

Eine  furchtbarere  Macht  härte  der  König  dem  Pabste
nicht  entgegen  stellen  können;  denn  die  Universitäten  waren
ohnedieß  gegen  den  Pabsi  aufgebracht,  weil  er  durch  die  Privilegien,
  die  er  den  Bettelmönchen  gegeben,  die  ihrigen  so  sehr
geschmälert  harte.

2)  Der  König  verwahrte  sich  bei  dieser  Gelegenheit  vor  ähnlichen
  zukünftigen  Fällen  auf  eine  Art,  die  tödtlich  für
den  Pabst  ward.

Wie  nach  Benedikts  XI.  Tode  ein  neuer  Pabst  zu  wählen
  war,  so  leitete  es  der  König  von  selbst  dahin  ein,  daß
einer  gewählt  wurde,  der  ihm  versprechen  mußte,  seinen  Sitz
in  Avignon  aufzuschlagen,  auch  den  größten  Theil  der  Cardinäle
  aus  Franzosen  zu  nehmen,  daß  also  der  König  in
Frankreich  für  jeden  möglichen  Fall  versichert  war,  nicht  nur
diesen  Pabst  in  Frankreich  behalten  zu  können,  sondern  auch
die  zukünftigen  Päbste.

ESpittler's  simmtliche  Werke.  IX.  Bd.  17