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Bischofsstellen  reservirt  haben.  Ihm  wurde  der  Weg  von  den
Bischoͤfen  selbst  gewiesen,  wie  er  auf  diese  Art  seinen  Saum
breiter  machen  koͤnne.  Man  hat  den  Fall,  daß  einmal  in
ganz  England  nur  zwei  Bischoͤfe  zu  Hause  waren;  alle  uͤbrigen
  englischen  Bisthuͤmer  waren  an  roͤmische  Hoͤflinge  couferirt.

Der  Jammer  dauerte  einundsiebenzig  Jahre  lang;  daher
auch  fuͤr  diese  Zeit  die  Benennung  der  babylonischen
Gefangenschaft.  Mit  dem  Jahr  1376  hoͤrte  sie  auf.
Der  Pabst  zog  wieder  nach  Rom,  und  zwar  Gregor  Xl.
(1370  -  1578.)  Nach  seinem  Tode  aber  ging  es  schlimmer,
als  jemals.  Es  fing  jetzt  ein  vierzigjaͤhriges  Schisma  an,
das  bald  einen,  bald  zwei,  bald  drei  Paͤbste  zum  Vorschein
brachte,  so  daß  das  vorhergehende  Unwesen  verdreifacht  erschien.
  Daran  war  ein  Weib  schuld.  Man  hatte  Urban  VI.
(1578—1389)  zum  Pabst  gewaͤhlt.  Damit  war  die  Koͤnigin
  Johanna  von  Neapel,  eine  berühmte  Hure  in  diesem
Zeitalter,  nicht  zufrieden.  Sie  hatte  persönlichen  Haß  gegen
ibn;  wußte,  daß  unter  den  Italienern  und  Franzosen  große
Faktionen  waren;  sie  brauchte  ihr  Geld,  dadurch  französische
Cardinäle  zu  verleiten,  daß  sie  behaupteten:  es  sey  nicht  freie
Pabstwahl  gewesen.  Diese  wählten  einen  Franzosen,  den
Bischpf  von  Genf,  unter  dem  Namen  Clemens  VII.  Der
Jammer  dauerte  bis  1409.  Hier  wurde  zwar  eine  Synode
zu  Pisa  gehalten,  um  die  päbstlichen  Sereitigkeiten  auszumachen;
  aber  nun  wurde  das  Pabsikhum  dreikpfig:  ein  Concilien-,
  ein  iralienischer  und  ein  franzoͤsischer  Pabst.  Die  Kostnizer
  Synode  half  durch  Palliative  ab.  Doch  war  seit
derselben  wieder  nur  Ein  Pabst.  Die  Baseler  Synode
sollte  dem  Uebrigen  abhelfen;  aber  diese  wurde  gesprengt.
Der  König  von  Frankreich  that  dem  Pabst  die  Gefälligkeit
und  ließ  die  Patres,  nachdem  sie  sich  unnütz  gemacht  hatren,
auseinander  gehen.  Dennoch  nuͤtzte  sie  uns  Deurschen  und