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den  Franzosen;  den  Franzosen  mehr  noch,  als  uns,  wenn  es
bei  dem  geblieben  wäre,  was  verhandelt  worden.  Sie  acceptirten
  die  Baseler  Dekrete;  Pallium,  Erspectanzen,  Reservationen
  und  was  sonst  zum  alten  Train  des  Pabstthums  gehörte,

Alles  wurde  kassirt.  Die  Freude  einer  solchen  vblligen  Kirchenfreiheit
  genossen  sie  aber  nicht  über  hundert  Jahre  lang;  denn
Leo  X.  (1513  —  4521)  schloß  mit  Franz  l.  Concordate,
wodurch  der  größte  Theil  jener  Erfolge  wieder  aufgehoben
wurde.  Auch  uns  Deutschen  hätte  sie  bleibenderen  Nutzen  gebracht,
  wenn  ein  einziger  Mann  damals  nicht  gewesen  wäre.
Die  deutsche  Kirche  acceptirte  die  Baseler  Dekrete,  der  Pabst
erkannte  sie  an;  nur  wegen  des  großen  Verlustes,  den  er  dadurch
  leiden  mußte,  bat  er  sich  Entschädigungen  aus;  allein
diese  fielen  so  aus,  durch  Vermittelung  des  Aen  as  Sylvius,
  daß  wir  die  erhaltenen  Freiheiten  wieder  herausgeben
mußten.  Ein  wenig  schien  diese  Synode  freilich  geholfen  zu  haben;
aber  der  Zustand  der  Kirche  von  der  Baseler  Synode  bis  auf
dle  Reformation  beweist,  wie  wenig  es  war,  was  für  ein  unheilbarer
  Schaden  das  Pabstthum  sey.

Einige  Beispiele  mögen  von  der  tiesen  Verdorbenheit  Zeugniß
ablegen,  worin  sich  nach  der  Baseler  Synode  bis  auf  die  Reformation
  das  Pabsithum  befand,  wie  es  zur  puren  Geldund
  Finanz-Dogmatik  wurde.  Fürwahr,  einen  weit  würdigeren
  Zweck  hatte  es  in  ältern  Zeiten,  wo  es  bloß  um  Regierung
  zu  thun  war,  als  jetzt,  wo  bloß  Beutelschneiderei  dieses
Ziel  schien!  Aus  zuverläßigen  Nachrichten  weiß  man,  daß
in  den  ersten  siebenzehn  Jahren  des  sechzehnten  Jabrhunderts
allein  aus  dem  Sprengel  von  Paris  ssebenzehn  Millionen,
dreimal  hundert  tausend  Livres  nach  Rom  gegangen  sind.
Darüber  wundert  man  sich  gar  nicht,  wenn  man  in  der  Folge
der  Zeit  übersieht,  was  für  Mittel  die  Geistlichkeit  und  der
Pabst  brauchten,  um  Geld  zu  gewinnen.  Wie  viel  mußten