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Zeiten  des  Aeneas  Sylvius  an.  Vother  ist  es  nicht  allgemeiner
  Ton  gewesen,  sie  als  Saͤufer  zu  charakterisiren.  Dieß
bing  so  zusammen:  Aencas  Sylvius,  der  Italiener,  der
mehr  auf  Amor  als  auf  Bacchus  hielt,  kam  nach  Deutschland,
  sah  den  Saufgelagen  der  deutschen  Fürsten  zu;  er
schrieb  vortrefflich,  seine  Schriften  kamen  in  allgemeine  Cirkulation
  und  die  Deutschen  kamen  um  ihren  guten  Namen.
So  auch  mit  den  Iralienern.  Sie  hatten  auch  schon  vorher
eben  so  schlecht  gelebt;  aber  es  war  noch  nicht  so  allgemein
bekannt.  In  dem  letzten  halben  Jahrhunderte  nach  der  Baseler
  Synode  war  Alles  durch  Druckerei  in  mehrern  Umlauf
und  größere  Notiz  gekommen.  Es  standen  zudem  viele  Ge,
lehrte  auf,  die  nach  England  und  andern  Ländern  reisten,
und  so  auch  durch  mündliche  Erzählung  das  Ihrige  zur  Verbreitung
  solcher  Nachrichten  beitrugen.  #
Unterdeß  kann  doch,  daß  wir  mehrere  Nachrichten  von
der  üblen  Lebensart  der  Italiener  baben,  nur  einer  der  letzten
Gründe  seyn.  Deun,  wenn  man  die  Lebensläufe  der  Päbste
durchgeht,  die  unmittelbar  vor  den  Zeiten  der  Reformation  gelebt
  haben,  so  findet  man  in  ihnen  die  schlimmsten  Menschen
ihres  Zeitalters.  Der  erste  Har  Alerander  VI.  (1492—1508.)
Dieser  Mann  ist  so  verrusen,  daß  man  ihn  nur  zu  neunen
braucht.  Als  der  lasterhafteste  Mensch  damals,  als  er  gewählt
wurde,  in  ganz  Italien  bekannt,  so  daß  es  unbegreiflich  ist,
wie  die  Cardinäle  es  wagen  konnten,  einen  Mann  seiner  Art
zu  wählen,  der  sechs  Hurenkinder  hatte  und  mit  Pankratia
öffentlich  ganz  ungescheut  lebte.  Schon  bei  seinen  Lebzeiten
der  Spott  aller  italienischen  Witzlinge.  Sannazar  in  seinem
  Epigramm  *)  gibt  eine  feine  Ursache  an,  warum  unter

5%  Vendit  Alexander  altaria,  Christum.
Emerut  ille  prius:  non  ipse  vl  pPotest?