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in  ihm  wohnende  heilige  Geist  hätte  ibn  gebessert.  Cäsar
Vorgia  hatte  unter  dem  vorigen  Pabst  den  ganzen  Kirchenstaat
  mit  seinen  Truppen  besetzt.  Nach  Alerander  VI.
Tode  nahm  man  ihn  zwar  gleich  in  Arrest;  aber  die  Gouverneurs
  in  den  verschiedenen  Städten  waren  ihm  treu  geblieben.
  Um  diese  allmäblig  unter  seine  Oberherrschaft  zu
locken,  mußte  Julius  den  Gelinden  machen.  Als  er  die
Absicht  erreicht  hatte,  spielte  er  den  Soldaten,  ging  selbst  zu
Felde,  führte  selbst  Armern  an,  zettelte  die  Ligue  gegen  die
Venetianer  an,  und  war  der  Erste,  der  die  verbünderen  Koͤ-nige
  verließ,  sobald  ihm  die  Venetianer  den  Seehafen  abtraten.
  Auch  gegen  den  König  von  Frankreich  wollte  er  zu  Felde
gehen.  Dabei  war  er  äußerster  Verschwender,  wellte  Rom
verschönern,  die  Peterskirche  bauen.  Die  schändlichsie  Seite,
wovon  er  berrachtet  werden  kann,  ist,  wie  er  mit  der  Relkgion
seinen  solennen  Spaß  trieb,  und  doch  ist  er  darum  noch  besser
als  sein  Nachfolger,  Leo  X.

Sechste  Periode.

Von  Luther  bis  auf  Joseph  den  Zweiten,
14517  bis  1782.

Die  Anekdote  von  der  Wahl  Leo's  X.  (1513—1521)
steht  bei  karholischen  Schrifestellern.  Sie  wird  zwar  bezweifelt,
  hat  aber  für  sich,  daß  er  eine  Krankheit  gehabr,  bei  welcher
  Geschwüre  aufgebrochen  seyn  sollen,  und  die  Cardinäle
bewogen  wurden,  ihn  schleunig  zu  wählen.  So  läßt  sich  auch
eine  andere  Anekdote  von  ihm  nicht  ganz  gewiß  erweisen,  hat
aber  viel  Wahrscheinlichkeit.  Er  sagte  einmal:  OQuantum