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Aloisius.  Die  Enkel  von  den  beiden  Bastarden  versorgte  er
mit  Cardinalshuͤten,  ungeachtet  sie  noch  zu  jung  waren,  als
daß,  sie  auf  eine  der  ersten  Würden  in  der  Kirche  Anspruch
hätten  machen  können.  Einer  war  vierzehn,  der  andere  sechzehn
  Jahre  alt.  Er  gab  sich  alle  Mühe,  besonders  für  seinen
Sohn  ein  Etablissement  zu  bekommen,  und  das  Beispiel  von
Alerander  VI.  war  sehr  in  lebhafter  Erinnerung,  der  seinen
natürlichen  Sohn  mit  Ländern  von  Italien  zu  versorgen
suchte.  Paul  hatte  seine  Augen  auf  Mailand  geworfen.  Der
Einfall  war  nicht  unrecht.  Man  sah  dem  Aussterben  des
Ssorzischen  Hauses  entgegen;  sein  Besitzthum  war  Jankapsel
zwischen  Spanien  und  Frankreich  gewesen.  Da  schien  es  vastheilhaft
  zu  sepn,  wenn  ein  dritter  Unpartei#scher  dazwischen
käme.  Aber  für  die  Idee,  Mailand  an  den  Bastard  abzugeben,
  hatte  Karl  V.  kein  Ohr.  Er  hatte  seinen  Sohn  Pbilipp
  dafür  bestimmt,  und  Kaiserkonsens  war  nothwendig,  weil
es  Reichslehen  war.  Paul  III.  versorgte  ihn  daher  vom  Kirchenstaate,
  gab  ihm  die  beiden  Herzogthümer  Parma  und
Piacenza,  die  Julius  II.  für  den  Kirchenstaat  acquirirt  hatte.
Obne  Konsens  des  Kaisers  hätte  das  freilich  wieder  nicht  geschehen
  sollen,  da  sie  Reichslehen  waren.  Der  Kaiser  fing
auch  einen  kleinen  Krieg  darüber  an,  der  sich  bald  endigte;
denn  Aloisitus,  ein  Mensch,  der  sich  in  allen  Arten  der  abscheulichsten
  Wollüste  herumwälzte,  starb  bald  eines  schreckli,
chen  Todes.  Dennoch  ging  fortwährend  der  größte  Theil  seiner
  Regierung  darauf,  Geld  für  seine  Familie  zusammen  zu
scharren,  seine  Kinder  zu  versorgen.  Er  machte  daher  während
  seiner  fünfzehnjährigen  Regierung  (ein  recht  seltenes  Beispiel)
  74  Cardinale.  Gerade  bei  der  Regierung  dieses  Pabstes
macht  Palavicini  die  feine  Bemerkung:  da  es  in  diesen  Zeiten
  offenbar  so  traurig  in  Ansehung  der  Person  des  Pabstes
  gekanden  hätte,  und  das  Pabstthum,  ungeachtet  aller