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Erschütterungen  uthers,  doch  geblieben  sey,  so  müsse  etwas
Göttliches  darin  seyn.

Die  Conciliums-Bemühungen,  denen  der  vorige  Pabst
so  sorgfältig  ausgewichen  war,  machten  auch  einen  Haupttheil
  der  Beschäftigung  Pauls  III.  aus.  Man  ließ  es  ihn
im  Conclave  versichern,  eine  Synode  auszuschreiben,  und  er.
mußte  nachher  Anstalt  machen,  Gesandte  nach  Deutschland
zu  schicken.  Der  berühmtesie  unter  ihnen  war  Peter  Paul
Vergeriuc,  der  nachherige  Proselyt.  Der  Pabst  that  ernstlich
  dazu,  eine  Synode  zu  Stande  zu  bringen;  aber  in  der
Wahl  des  Orts,  wohin  er  sie  von  Zeit  zu  Zeit  ausschrieb,
sah  man  wohl,  daß  er  die  Welt  zum  Besten  gehabt.  Erstlich
gefiel  es  ihm,  1536,  sie  nach  Mantua  auszuschreiben,  ohne
den  Herzog  vorher  zu  fragen,  in  der  Voraussetzung,  daß  es
dem  Herzoge  eine  Ehre  seyn  müßte,  wenn  in  seiner  Stadt
Synode  gehalten  würde.  Der  Herzog  hatte  aber  keinen  Gefallen
  daran,  denn  seine  Jurisdiktion  hörte  dann  auf,  und
ging  auf  die  Präsecti  der  Synode  über.  Ueberhaupt  war  ihm
der  große  Zusammenfluß  so  vieler  Fremden  an  dem  Orte  zuwider
  —  der  Herzog  schlug  es  ab.  Der  Pabst  aber  bezeugte
hoch  und  theuer,  wie  unschuldig  er  sey;  er  hätte  wirklich  Synode
  halten  wollen.  Daun  schrieb  er  eine  Spnode  nach  Vicenz
  aus.  Dahin  wollte  kein  Spanier  und  Franzose,  kein
Protestant  und  Katholik  kommen.  Endlich  nach  Trident.  Sobald
  er  indeß  eine  Gelegenheit  ersah,  verlegte  er  die  Synode
nach  Bononien.  ·

Indeß  wollte  er  sich's,  wie  es  schien,  einen  rechten  Ernst
seyn  lassen,  unabhaͤngig  von  der  Synode  zu  reformiren.  Er
setzte  Cardinaͤle  nieder,  ließ  sich  Gutachten  von  ihnen  geben,
wie  reformirt  werden  solle.  Unter  den  Cardinälen  selbst  aber.
entstand  dabei,  die  größte  Zerrüttung;  sie  kamen  aufs  beftigste
  an  einander.  Besonders  übergab  ein  gewisser  Cardinal

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