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Um  einen  Krieg  mit  Frankreich  und  Spanien  zu-  etregen,
schickte  er  einen  Nepoten  an  Frankreich,  und  ließ  durch  ihn
versprechen,  daß  er  so  viele  französischgesinnte  Cardinäle  creiren
  lassen  wollte,  daß  die  Päbste  nach  ihm  gewiß  französisch
gesinnter  seyn  würden.  Noch  eine  lächerliche  Rolle  spielte  er
in  Ansehung  der  Abdankung  Kaiser  Karls  V.  Er  behauptete:
  Karl  V.  hätte  die  Krone  in  seine  Hand  niederlegen  sollen,
  Ferdinand  hätte  sie  aus  seiner  Hand  allein  nehmen  dürsen,
  und  wenn  sie  wegen  des  Verbrechens,  dessen  sie  sich
schuldig  gemacht,  Absolution  haben  wollten,  müßten  sie  in
Rom  Kirchenbuße  thun.  Er  wurde  über  dieser  Forderung  ausgelacht.
  Sonst  ist  noch  merkwürdig,  daß  er  die  Ingquisition
  in  Rom  einführte.

Paul  IV.  starb  1559  aus  Alteration  #ber  seine  Nepoten,
auf  deren  Erhaltung  er  Alles  gewandt  hatte,  und  die  ihm
zuletzt  doch  ungehorsam  wurden.  Durch  seinen  Tod  glaubte
sich  das  römische  Volk  von  einem  großen  Tyrannen  befreit.
Es  entstand  ein  allgemeiner  Volkstumult.  Man  stuͤrmte  das
Inquisitionshaus,  zündete  es  an,  riß  das  Caraffische  Wappen
überall  herab.  Aber  das  Volk  hatte  nicht  viel  Ursache,  si  ch  zu
fieuen  denn  sein  Nachfolger

Pius  IV.  (1559—11565)  war  nicht  viel  sanfter.  Sie
schrieben  ihm  gleich  im  Conclave  zwei  Bedingungen  vor:  die
Spnode  mußte  er  fortsetzen  und  Ferdinand  als  rmischen
Kaiser  erkennen.  Das  Letzte  that  er  sogleich,  aber  ohne
weitern  guten  Erfolg.  Ferdinand  war  schon  im  Besitze  der
Macht,  was  bekümmerte  er  sich  um  die  Anerkennung!  Synb“
den  fortzusetzen,  dazu  ließ  er  sich  nur  äußerst  mühsam  bewegen.
  Er  wollte  andere  Unternehmungen  durchsetzen,  vorher
die  Caraffen  plündern  und  aus  Rom  jagen.  Wie  er  hörte,
daß  der  König  in  Frankreich  eine  National-Synode  ausschreiten
  würde,  wie  er  aus  Deutschland  Nachricht  bekam,  daß