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sorien  immer  vorzöglich  Schuld  waren,  durch  die  Verwirrungen
  in  Frankreich;  am  meisten  durch  seine  Rathschläge,
die  er  König  Philipp  II.  in  Ansehung  der  Niederlande  gab.
4572  starb  er,  und  machte

Gregor  XlIII.  (1572—4585),  einem  noch  viel  schlechteren
  Pabste,  Platz.  Kein  schlechter  Pabst,  wenn  kanonißtische
Gelehrsamkeit  den  Pabst  ausmachte;  denn  er  war  einer  der
besten  Kanonisten;  aber  ein  Pabst,  der  sein  politisches  Interesse
  nicht  versiand,  sich  blindlings  dem  spanischen  Hofe  ergab,
  der  ihn  auch  durch  seinen  Vicekônig  in  Neapel,  Cardinal
  Gravella,  zum  Pabst  gemacht  hatte.  Die  schändlichste
Begebenheit,  die  ihn  als  Pabst  charakterisirt,  ist  die  große
Freude,  die  er  über  die  Bartholomäusnacht  bezeugte.  Karl  V.
schrieb  ihm,  daß  dem  allgemeinen  Ueberschlog  nach  bei  70,
wenn  nicht  bei  100,000  geblieben  seyen.  Sogleich  verfügt  er
sich  mit  der  Prozession  der  Cardinäle  in.  die  Kirche,  macht
hier  Gott  eine  feierliche  Danksagung;  die  Kanonen  auf  der
Engelsburg  werden  geldst;  er  gibt  ein  Feuerwerk,  läßt  ein
Jubiläum  publiciren,  ein  prächtiges  Gemälde  aufliellen,  worauf
  die  für  die  Kirche  so  glorreiche  Begebenheit  dargestellt
war.  Dem  Cardinal,  der  ihm  die  erste  Nachricht  brachte,
schenkte  er  zweitausend  Dukaten,  und  ließ  dem  Könige  durch
einen  Gesandten  Glück  wünschen.

Darüber  hingegen,  daß  er  den  Kalender  zu  vrrbessern
sochte,  hätten  ihm  die  Protestanten  nicht  so  sehr  zürnen  sollen.
Der  Pabst  war  zu  dieser  Verbesserung  am  ersten  im  Stande,
und  brauchte  dazu  die  erfahrensten  Mathematiker.  Es  wäre
klug  gehandelt  gewesen,  ihn  anzunehmen,  wenn  auch  mit  der
Protestation,  daß  man  ihn  nicht  als  päbstlichen  Kalender
  nehme.  Gregor  verbesserte  auch  das  Martyrologium  Romanum;
  wenn  nur  die  Verbesserung  etwas  richtiger  ausgefallen
  wäre,  und  wenn  er  nur  hier  nicht  die  Thorheit  begangen