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tausendweise  bis  unter  die  Thore  von  Rom  hin.  Ein  Haufe
derselben  kampirte,  während  das  Conclave  war,  vor  der  Paulskirche.
  Diese  Banditen  hatten  Anführer  aus  den  größten  Familien
  in  Rom.  Der  Großberzog  von  Toskang  und  Wicekoͤnig
  von  Neapel  haben  oft  ganze  Armeen  gegen  sie  ausschicken
  müssen.  Man  war  sehr  begierig,  wer  Pabst  werden
würde,  und  die  Cardinäle  wählten  Einen,  der  dem  jämmerlichen
  Zustand  nicht  abzuhelfen  wußte,  einen  alten  Krüppel,
einen  Invaliden,  von  dem  man  glaubte,  er  werde  es  nicht
acht  Tage  lang  treiben,  der  einen  schwindsüchtigen  Husten
schon  über  zehn  Jahre  lang  gehabt  harte,  gekrümmt  und  gebückt
  einherging,  die  Würde  nicht  annchmen  wollte,  wie  er
die  Nachricht  bekömmt:  er  sey  Pabst,  —  Felir  Peretti,
aus  Montalto  in  der  Mark  Ancona.

Die  Vorsehung  that  ein  Wunder  an  diesem  Felir  Peretti,
  als  Pabst  Sirtus  V.  genannr  (1585—4590).  Er
war  Sauhirtenjunge,  wurde  Franziskaner,  abancirte  wie  man
da  avanciren  konnte,  wurde  wegen  seiner  Gelehrsamkeit  Cardinal.
  Man  nannte  ihn  den  Asinus  anconitanus.  So  ein
geduldiger  Mann  war  er  gegen  alle  seine  Collegen!  Aber
nun  mit  einem  Male  ganz  geändert,  sobald  er  auf  den  Altar
gesetzt  worden.  Alle  seine  Krücken,  worauf  er  so  traurig  einhergekrochen,
  warf  er  weg,  und  fing  aus  heller  Stimme  zu
intoniren  an.  Uebrigens  war  er  für  Rom  unter  den  damaligen
  Umständen  ein  sehr  wichtiges  Geschenk.

Ein  Cardinal  glaubte  ihm  einen  Gefallen  zu  erzeigen,
ließ  die  Murter  des  Pabstes  kommen  und  seine  Verwandten.
Der  Pabst  erkennt  sie  nicht,  er  schickt  sie  zurück;  sie  müssen
in  ihrer  alten  elenden  Kleidung  erscheinen.  Jemand  schlug
sein  sehr  beschmutztes  Hemo  öffentlich  an  —  Sirtus  Mutter
war  eine  Wäscherin  —  und  schrieb  darunter:  es  feble  ihm
eine  Wäscherin,  weil  Sirtus  Mutter  sich  wohl  nicht  mehr