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und  Landräuberei.  Es  war,  als  ob  die  Bandiken  mit  einem
Male,  des  Jochs  von  Sirtus  V.  los,  alle  ihre  alten  Kräste
wieder  hervorsuchen  wollten.  Der  Pabst  selbst  war  blindlings
  Spanien  ergeben.  Es  war  also  in  dieser  Rücksscht
ein  großes  Glück  für  Italien  und  den  Kirchenstaat,  daß
er  starb.

Im  folgte  Innocenz  IX.  (1591.)  Man  sah  es  den  Römern
  recht  an,  daß  sie  in  dem  elendesten  Zustande  waren.  So
ruhig  im  Conclave,  so  erstorben  Alles  in  Rom,  so  ganz  keine
TConflikte  im  Conclave.  Wie  damals  war  die  Lage  Roms  noch
nie;  aber  sie  dauerte  auch  nur  zwei  Monate.

Mabst  Clemens  VIII.  (1591—1605)  wurde  endlich  gewählt.
  Beinahe  wäre  Baronius  Pabst  geworden.  Er  war
schon  gewählt;  die  spanische  Partei  der  Cardinäle  aber  widersetzte
sich,  weil  er  im  eilsten  Theile  seiner  kirchenhisiorischen  Annalen
  gegen  die  Macht  des  Königs  von  Spanien  als  Königs
von  Sizilien  geschrieben  hatte.  —  Von  Clemens  VIII.  an  ist
eine  merkliche  Besserung  in  der  Pabstgeschichte  bemerkbar.  Es
kommen  würdigere  Männer  zur  Regierung,  die  wenigstens
als  Fürsten  betrachtet  würdige  Männer  sind.  Man  hört  von
so  schändlichen  Sitten,  wie  in  der  Mitte  des  sechzehnten  Jahrhunderts,
  bei  keinem  mehr.  Ueberhaupt  der  ganze  Ton  in
Italien  ward  um  diese  Zeit  besser.  Es  trafen  jetzt  in  den
politischen  Umständen  von  Italien  ein  paar  Verhältnisse  zusammen,
  die  dem  Pabstthum  eine  neue  Dauer  versicherten.

Hauptpunkte  darunter,  die  zur  Aufklärung
der  ganzen  Geschichte  des  siebzehnten  Jahrhunderts
  etwas  beitragen  können,  sind:

4)  Italien  war  damals  in  Ansehung  der  Moden
vollig  das,  was  zu  Anfang  des  achtzehuten  Jahrhunderts
  und  in  der  letzten  Hälfte  des  siebzehnten  Frankreich
  geworden  ist:  Koͤnigin  der  Moden.