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Wie  sich  in  der  eben  erwähmen  Zeit  Alles  an  den  Hoͤ-fen
  französisch  kleidete,  nach  franzoͤsischen  Sitten  sich  richtete,
richtete  sich  damals  Alles  nach  italienischer  Sitte.  Wie  das
Frauzoͤsische  in  der  genaunten  Zeit  Hofsprache  war,  war  damals
das  Italienische  Hofsprache.  Die  besten  Schriftsteller  in  allen
Fächern  waren  Iraliener.  Im  Theologischen:  Baronius,
Sarpi,  Bellarminus,  immer  im  Verhältniß  gegen  ihr
Zeitalter  große  Männer.  Und  nun  vollends  die  großen  Männer,
die  bei  der  Nachwelt  es  ewig  bleiben  werden,  wozu  auch  noch
Sarpi  mit  gerechnet  werden  kann:  Galiläi,  Toricelli,
Borelli,  Vicani  und  andere  große  Experimemal'Physiker.
  In  die  so  von  Italien  ausgegangene  Aufklärung  mischte
sich  nun  wieder,  wenn  auch  oft  noch  so  entfernt,  einige
Achtung  für  das  Pabsithum.

2)  Nie  war  Rom  so  durch  Pracht  glänzend  in
seiner  ganzen  bisberigen  Pabst-Eristenz,
als  in  der  damaligen  Zeit.

Es  waren  die  größten  Häuser  in  Rom:  die  Barberini,
Borghese,  Pamphili,  Ebili,  die  eine  Art  von  Aristokratie
ausmachten.  Unter  diese  Familien  verbreitete  sich  Reichthum  und
Ehre.  Das  Cardinalskollegium  war  nie  so  glänzend,  als  jetzt.
Söhne  und  Brüder  regierender  Herren  waren  darin,  die  ersten
Staatsmänner  von  Europa,  die  größten  Generale,  mehrere  Vice-König:.
  Das  Zeitalter,  in  welchem  Richelien  lebte,  bald
nachher  Mazarinz  der  despotische  Minister  von  Spanien,
Herzog  von  Lerma,  war  Cardinal;  in  Neapel  als  Wicekdnig
regierte  Cardinal  Albernozi  und  Grimani;z  in  den  Niederlanden
  der  Cardinal  Infant  von  Spanien.  Einer  der  wichtigsten
war  Cardinal  Klesel  in  Wien,  der  unter  Kaiser  Matthias
Alles  galt,  bis  ihn  Ferdinand  II.  aufheben  ließ  und  nach
Rom  schickte.  Als  kommandirende  Generale,  die  Cardinäle
waren,  machten  ssich  Cardinal  Navalet  und  Trivulzto

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