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berühmt.  Man  kann  leicht  denken,  daß  da  der  Pabst  sich
oft  aus  der  Enge  heraushelfen  kounte.  Diese  Maͤnner  ließen
nie  das  Pabstthum  ganz  sinken,  wenn  gleich  nicht  viele  solche
Köpfe  wie  Richelien  waren.

3)  Italien  hatte  in  Ansehung  des  Handels
und  der  Manufakturen  immer  noch  ein  gewisses
  Uebergewichr.

Denina  bemerkte  in  seiner  Geschichte  von  Italien,  daß  man
erst  zu  Ende  des  siebzehnten  Jahrhunderts  angefangen  habe,  englische
  und  holländische  Tücher  in  Italien  zu  tragen;  vorher  wurden
einheimische  gebraucht  und  ausgeschickt.  Man  zog  Geld  für  Ge,
mälde,  die  aus  Italien  bestellt  wurden,  für  andere  Meisterstücke
der  Kunst,  die  man  hier  aufkaufte.  Wenn  ein  schdnes  Gebäude
aufgeführt  werden  sollte,  wenn  z.  B.  der  Herzog  Erust  von
Sachsen-Gotha  ein  schönes  Schloß  aufbauen  wollte,  ließ  er
einen  Italiener  kommen.  —  So  vereinigte  sich  denn  Wissenschaft,
  Kunst  und  Lurus,  Italien,  zum  Frommen  des  Pabstthums,
  als  Mittelpunkt  zu  erhalten.

Clemens  VlIII.  war  es,  der  die  bekannte  schändliche
Absolution  von  Heinrich  IV.  von  Frankreich  vornahm,  welch
Letzterer  sich  beguemen  mußte,  in  die  Messe  zu  gehen,  weil
die  Franzosen  nicht  glauben  wollten,  daß  sie  dem  Hugenottenkönige
  gehorchen  müßten.  Sehr  sachte  mußte  er  zu  Werke
gehen,  wie  Dominikaner  und  Jesuiten  in  der  Lehre  von  der
Gnade  Händel  bekamen.  Ein  Orden  neigte  sich  auf  die  Seite
der  Prädestinatianer;  die  anderen  waren  halb  Pelagianer.
Der  Pabst  glaubte  der  Sache  abzuhelfen,  wenn  er  eine  Congregation
  von  Cardinälen  niedersetzte,  um  die  Streitigkeiten
zu  untersuchen.  Er  erlebte  das  Ende  der  Sache  nicht,  indem
er  1605  starb.

Auf  ihn  wurde  Leo  XI.  gewählt,  der  26  Tage  regierte.
Dann  Paul  V.  (1605—4624),  aus  der  Familie  Borghese.