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und  die  Franzosen  so  welt  zu  erheben,  bis  sie  den  Spaniern
das  Gleichgewicht  halten  konnten.  Um  selbst  eine  nicht  ganz
unbedeutende  Relle  zwischen  beiden  Parteien  zu  spielen,  legte
er  sich  anf's  Geldsammeln,  mit  einer  Uebertreibung,  daß  er
während  seiner  Regierung  zwanjig  Millionen  Scudi.  zusammenscharrte,
  die  aber  bloß-  seiner  Familie  zu  statten  kamen.

Es  gab  um  diese  Zeit  viele  Händel  in  Italien,  in  die
sich  Spanier  und  Franzosen  mischten,  bei  welchen.  Richelien
zum  ersten  Male  französische  Uebermacht  über  die  Spanier
zeigte.  Die  bekanntestei  Händel  sind  vie  wegen  Velrlin,  einige
kleine  Thäler,  durch  deren  Besitz  die  Spanier  Communikation
mir  den  beutsch=  österreichischen  Landen  zu  erhalten  suchten.
Unteis  den  vöorhergeheuden  spanisch  gesinnten.  Päbsten  hatten
die  Könige  von  Spanien  coft  barauf  gedrungen:  der  Pabst
solle  bas  Land  erimiren.  So  kange  Gregor  lebte,  blieb's  so;
aber  da  Urban  mit  Frankreich  hielt,  mußte  Spanien  ablassen.
Er  trieb  es  mit  der  Parteilichkeit  für  Frankreich'so  weit,  daß
die  saillen,  bigotten  Spänier  zuletzt  von  einem  neuen  Pabste
sprachen.  #  Der  König  schicke  Capdinäle  nach  Rom  und  drang
duf  Refor#ti  der  römischen  Kanzlei,,  welche  die  Beneficien  erpedĩrtie.i.
  Uiban  hielr  democh  Worc,  prokegirte  die  Frangosen
so  bange,  bis  sie  den  Spaniern  das  Gleichgewicht  halten  konnten:
  Richelken  erlebte  es  noch,  daß  die  spanische  Macht  iu
Italien  ganz  herabkaan.

*!7  Pen  der  Zeit  an  aber  suchie  der  pabst  wieder  der  spanischen
  Seite  das  Gleichgewicht  zu  geben,  und  Richelieu's  Gewalithaͤtizkeit
  zwang  ihn  dazu.  Er  hatte  dessen  Bruder  zum
Eaĩditnal  gemacht.  —  Freilich  wohl  nur  um  Gegengefaͤlligkeiten
  zu  erhalten,  weil  damals  ein  paar  Kanonisten  in  Frank3
reich  aufstanden,  die  ihm  die  Hölle  sehr  heiß  machten,  desonbers
  der  Syudikus  der  Sorbonne.  —  Allein  Richelieu  trieb
felne  Forderungen,  in  Ansehung  der  Rechte,  die  der  König