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Der  Herzog  von  Crequi  erregte  Händel  zwischen  seinen
Bedienten  und  den  päbsilichen.  Jenc  verhöhnten  die  Corsenwache
  auf's  bitterste,  und  diese  klagte  es  dem  Gouverneur  von
Rom,  einem  Nepoten  des  Pabstes.  Dieser  erlaubte  der  Wache,
die  Bedienten  des  französischen  Gesandten  bis  in  den  Palast
desselben  zu  verfolgen  und  sich  selbst  Rache  zu  nehmen.  Bald
darauf  entstehen  von  Neuem  Händel.  Man  verfolgt  die  Bedienten
  des  Gesandten  bis  vor  den  Palast;  der  Palast  wird
gestürmt;  der  Herzog  von  Crequi  zeigt  sich  auf  dem  Balkon,
will  Ruhe  machen;  es  wird  nach  ihm  geschossen.  Unterdeß
erscheint  der  Wagen  seiner  Gemahlin.  Diesem  werden  die
Pferde  abgespannt;  der  Wagen  wird  zerschlagen;  sie  kann
sich  kaum  noch  in  ein  benachbartes  Haus  retten.  Ueber  diesen
  Vorfall  macht  Ludwig  ein  schreckliches  Aufheben,  läßt
Avignon  besetzen;  drohr,  er  werde  damit  nicht  zufrieden  sepn,
sondern,  um  dem  Pabste  recht  bange  zu  machen,  will  er  bei
allen  den  Mächten,  durch  deren  Staaten  die  französischen
Truppen  gehen  müßten,  um  in  den  Kirchenstaat  zu  kommen,
um  einen  Durchzug  anhalten  lassen.  Dieß  Letzte  brachte  den
Pabst  zu  sich  selbst;  er  mußte  den  schmählichsten  Frieden
schließen,  seine  Nepoten  dem  Könige  nach  Paris  schicken,  depreciren
  lassen,  an  dem  Orte,  wo  sich  die  Sache  ereignet  hatte,
eine  Schandsäule  errichten,  worauf  die  Erzählung  der  Begebenheit
  stehen  sollte.  Die  Corsenwache  sollte  von  Rom  ewig
verbannt  bleiben.  Der  beleidigte  Gesandte  selbst  ging  nach
Rom  zurück,  und  der  Gouverneur  von  Rom  sammt  der  Gemahlin
  des  Gouverneurs  mußten  ihm  entgegenfahren,  depreeiren,
  erklären,  daß  sie  nicht  den  geringsten  Antheil  an  der
Beleidigung  hätten.

Unter  dem  übrigen  Schwarm  des  allzubewölkten  *rv’
chen  Himmels  muß  Franz  Salis  bemerkt  werden.  Er  bediente
  sich  einer  neuen  Methode  bei  der  Bekehrung  reformirter

Spittler“s  simmtriche  Werte.  IX.  Bd.  20