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Geistlichen.  Er  brummte  vorher  einen  Erorcismus  seierlich
bei  sich  her,  um  den  Teufel  auszutreiben,  der  in  ihnen  sitze,
und  der  es  ihnen  unmöglich  mache,  seine  treffenden  Gründe
zum  Beweise  der  Wahrheit  der  katholischen  Religion  wahr
zu  finden.

4667  starb  Alerander  VII.  Es  hätte  diehmal  wenig
gefehlt,  so  wäre  der  Pabst  geworden,  von  dem  die  Cardi,
näle  sagten,  daß,  wenn  Er  die  dreifache  Krone  erhalte,  er  sie
aus  der  Hand  des  Teufels  bekommen  müsse.  Es  wurde  aber
ein  ganz  unschuldiger  Mann  gewählr,  Cardinal  Rospigliosi,
aus  Mistoja,  unter  dem  Namen  Clemens  IX.  (1667—1669.)
Man  weiß  von  seinem  Charakter  nichts  Schlimmes  und  nichts
Gutes.  Er  regierte  ohnedieß  nur  zwei  Jahre,  machte  sich
nur  in  den  Streitigkeiren  mit  den  Jansenisten  merkwürdig,
zächtigte  die  Jesuiten  ein  wenig,  übte  Mildthätigkeit  gegen
die  Unterthanen  des  Kirchenstaats.  1669  am  9.  Dezember
starb  er  in  einem  Alter  von  64  Jahren,  und  man  wählte
einen  Mann,  der  schon  fast  achtzig  Jahre  alt  war,

Clemens  X.  (1670  —  4676.)  Die  Cardinäle  waren
ein  halbes  Jahr  im  Conclave.  Man  wählte  einen  solchen,  der
bald  Platz  machen  sollte.  Der  neue  Pabst  war  ein  guter
Tropf,  herzlich  einfältig  und  wieder  das  Spiel  seiner  Nepoten.
  Er  selbst  hat  schlecht  und  recht  gelebt,  wie  sich's  von
einem  alten  achtzigjährigen  Manne,  der  für  die  Welt  erstorben
  ist,  nicht  anders  erwarten  läßt.  Er  schied  im  sechsundachtzigsten
  Jahre,  mit  Thränen  des  Schmerzens,  daß  die  Nepoten
  sich  so  sehr  in  die  Welt  vergafft  hätten.

Auf  den  alten  schwachen  Greis  folgte  ein  Pabst,  der  in
die  lange  Weile  der  päbstlichen  Geschichte  eine  kleine  Erschütterung
  gebracht  hat;  denn  er  hatte  im  Charakter  viel  Aehnliches
  mit  Sirtus  V.  Er  war  vorher  Soldat  gewesen,  hieß
Benedikt  Odeschalchi  und  nahm  nun  den  Namen  Innocenz  XI.