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Pabst  in  der  Stille  ging,  seinem  Gewissen  Lust  zu  machen,
der  sein  Beichtvater  war,  wurde  von  den  Jesuiten  verketzert.
Wollte  der  Pabst  Ruhe  haben,  so  mußte  er  ihn  verdammen
und  eine  höchst  schändliche  Kirchenbuße  thun  lassen.  1689
starb  Innocenz  XI.

Auf  ihn  kam  ein  elender  Mann,  der  nur  ein  paar  Jahre
lang  regierte,  Alexander  VIII.  (1689—4691),  unter  dem
nichts  merkwürdig  ist,  als  daß  der  Streit  wegen  der  Quartiersfreiheit,
  so  wie  alle  Streitigkeiten  des  Pabstes  mit  Frankreich,
  verglichen  wurden.  Alles  läuft  auf  leeres  Geschrei  hinaus.
  4694  ging  er  in  die  Ewigkeit,  und  es  wurde

Innocenz  Xll.  gewählt  (1691  —  1700).  Es  war
wie  wenn  der  Name  Innocenz  etwas  auf  sich  hätte.  Ein
alter,  grämlicher,  podagrischer  Mann,  äußerst  unbiegsam,
streng,  eben  so  karg;  und  welch  eine  närrische  Grille,  daß  er
Alle  ercommunicirte,  die  in  der  Peterskirche  Tabak  schnupfen
würden!  Er  ist  auch  der  Pabst,,  der  so  viele  Bullen  gegen
die  Perrücken  ergehen  ließ,  gegen  die  er  wirklich  einen  unversöhnlichen
  Haß  hatte.  1700  machte  er  einem  Jesuitenpabst
Platz.

Die  Jesuiten  bekamen  einen  Pabst  an  ihm  ganz  nach
ihrem  Sinne,  und  dazu  einen  jungen  Mann,  den  man  einige
Zeit  haben  konnte,  Cardinal  Albani,  54  Jahre  alt.  Den
Namen  Innocenz  hätte  er  nicht  annehmen  dürfen;  der  war
zu  fatak  für  die  Jesuiten.  Er  nanme  sich  Clemens  Il.
(1700—1721.)  Ein  äußerst  sorgloser,  langsamer,  schläfriger
Pabst,  der  sich  von  den  Jesuiten  gängeln  ließ  wie  ein  Kind,
der  in  seiner  ganzen  langen  Regierung  von  24  Jahren  einen
einzigen  Streich  that,  der  den  Jesuiten  empfindlich  seyn  mußte,
der  aber  nicht  von  ihm,  sondern  von  seinem  damaligen  Staats-Sekretär
  herkam.  In  den  Streitigkeiten,  die  die  Fesuiten  wegen

  der  Mission  in  China  mit  den  Dominikanern  hatten,