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reisen;  unter  Anderen  den  Maroniten  Joseph  Assemanni,
welcher  eine  Menge  Handschriften  und  Münzen  für  die  Vaticana
  mirbrachte,  deren  Custos  er  unter  dem  gelehrten  Ober-Aufseher,
  Cardinal  Quirini,  wurde.  Einige  Ercerpte  aus
seiner  Reisebeschreibung  stehen  in  Assemanni  Biblioth.  orient.

Der  alte  Mann  starb  41740.  Es  entstand  aber  ein  Conclave,
  in  dem  sie  gar  nicht  einig  werden  konnten.  Es  hatte
dietmal  Schwierigkeiten,  wie  sonst  nie.  Die  erste  Schwierigkeit
  betraf  den  Cardinal  Coscia.  Dieser  war  unter  der  vos
rigen  Regierung  ganz  infam  erklärt  worden:  nun  entständ
die  Frage,  ob  ein  so  parteiisches  Urtheil,  das  offenbar  Nepot
tismus  des  Pabstes  gewesen,  gültig  bleiben  sollte.  Den  übrigen
  Cardinälen  lag  daran,  es  nicht  gültig  seyn  zu  lassen,  damit
  nicht  jeder  Pabst  zu  sehr  Despot  über  sie  würde,  und
Coscia  selbst  erklärte,  daß  er  nie  einen  Pabst  anerkennen  werde,
bei  dessen  Wahl  er  nicht  hätte  das  Votum  geben  dürfen.  Es
wurde  ihm  also  erlaubt,  als  Cardinal  zu  votiren.  Eine  andere
  Schwierigkeit  war:  Man  suchte  einen  Cardinal  zum
Pabste  zu  wählen,  bei  dem  man  den  schrecklichen  Nepotismus
nicht  zu  fürchten  hätte.  Die  Regierungen  von  Benedikt  XII.
und  Clemens  XII.  waren  rechte  Blutegel-Regierungen  gewesen;
  man  wollte  den  Kirchenstaat  und  die  Kirche  sich  doch
einigermaßen  erholen  lassen.  Man  fiel  daher  auf  einen  Mann,
von  dem  man  beim  Eintritt  in's  Conckave  nichts  weniger,
als  den  künftigen  Pabst  hätte  erwarten  sollen,  —  einen  Gelehrten.
  Seit  zwei  Jahrhunderten  das  erste  Beispiel,  daß
einer  durch  Gelehrsamkeit  Pabst  wurde,  Lambertini,  unter
dem  Namen

Benedikt  XIV.,  der  achtzehn  Jahre  lang  regierte
(1750—14758),  ein  Pabst,  der  mit  dem  Vorgänger  und  Nachfolger
  merklich  contrastirte,  von  päbstlicher  Gravität  nichts  besaß;
  ein  lustiger,  muntrer  Kopf,  der  den  ganzen  Tag  spazieren