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enumerirte  er  eine  Menge  von  Orden,  die  durch  Päbste  aufgehoben
  seyen;  aber  bei  der  Enumeration  ging  er  so  fein  zu
Werke,  daß  man  den  Mann  in  ihm  merkt,  der  über  glübende
Kohlen  hinweglaufen  kann,  wie  er  denn  z.  B.  bei  den  Tempelherren
  sich  nicht  aufhält.  Er  hebt  den  Orden  auf,  und  das
so  vorsichtig,  weil  er  wußte,  mit  wem  er  zu  thun  hatte,  daß
er  alle  nur  möglichen  Clauseln  in  das  Breve  setzt,  damit  derselbe
  keine  Hoffnung  zum  Wiederaufleben  hätte,  daß  er  sich
hütet,  die  Koͤnige  nicht  zu  beleidigen,  Dispositionen  wegen  der
Güter  der  Jesuiten  beizufügen.

Dabei  machte  er  selbst  im  Kirchenstaate  so  vortreffliche
Veranstaltungen,  daß  die  Jesuiten  keine  Bewegung  machen
konnten.  Der  Jesuiten-General  Lorenz  Ricci  wurde  arre,
tirt,  auf  die  Engelsburg  gesetzt,  seine  Papiere  hinweggenommen;
  Mchrere,  die  sich  als  Schriftsteller  gegen  die  Könige
brauchen  ließen,  wurden  arretirt.  Er  suchte  die  Lücken  zu
ersetzen,  die  im  Missionswesen,  auf  Schulen,  Universitäten,
durch  ihre  Aufhebung  gemacht  wurden.  So  wie  man  damals
in  die  Ferne  sehen  zu  kdunen  glaubte,  hätte  der  Sturz  des
Jesuitenordens  allen  übrigen  Orden  nützen  können.  Keinem
hat  er  indeß  genützt,  außer  dem  Dominikanerorden  in  Spanien.
  Aber  durch  zwölfjährige  Erfabrung  hat  sich  bewährt,
daß  in  ihm  die  Hauptstütze  der  ganzen  päbstlichen  katholischen
Hierarchie  gestürzt  ist.

Unter  den  fürchterlichsten  Schmerzen,  die  ein  Mensch  baben
  kann,  starb  Ganganelli  (den  22.  September  1774),  noch
ehe  ein  Jahr  nach  promulgirter  Bulle  verflossen  war,  mit
einer  eben  so  unüberwindlichen  Geduld.  Die  Nägel  fielen
ihm  von  Häuden  und  Füßen,  die  Haare  vom  Haupte;  man
konnte  vor  Geruch  nicht  mehr  bei  ihm  bleiben.  Die  Jesuiten
deuteten  auf  Gericht  Gottes;  aber  man  kanme  den  Finger,
der  ihn  getroffen.