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auf  dem  nämlichen  Stuhl  zu  sitzen,  auf  dem  er  saß,  Pius  VI.,
ein  Räthsel,  von  welcher  Seite  er  schätzbar  seyn  möchte.  Als
Regent  ist  er  es  nicht,  als  Regent  eines  souveränen  Staats
in  Ikalien  und  als  Regent  der  Kirche  nicht.  Als  Regent
eines  souveränen  Staats  in  Italien  kann  ihn  Niemand  loben,
als  seine  Nepoten,  denen  er  Alles  aufopfert,  um  derentwillen,
  wenn  Klbster  im  Kirchensiaate  aufgehoben  werden,  diese
Aufbebung  einzig  geschieht.  Auch  der  Baugeist,  den  er  hat,
ist  gar  nicht  zweckmäßig  bei  einem  so  armen  Fürsten,  als  er,
der  damit  anfangen  sollte,  Geld  und  Getreide  unter  seine  Untertbanen
  auszutheilen,  damit  sie  aufkommen  köunten.  Er
sollte  nach  der  Politik  Sirtus  V.  handeln;  je  mehr  der  Geld-Zufluß
  von  Außen  aufhoͤrt,  desto  mehr  sollte  er  suchen,  Manusakturen,
  Fabriken,  Bau  des  Landes  empor  zu  bringen,  um
wenigstens  als  Fürst  in  Italien  eine  ehrenvolle  Rolle  zu  spielen.
  Statt  dessen  wird  das  Land  ganz  ruinirt.  Er  ist  nicht
schätzbar  als  Gelehrter;  wenigstens  aus  allen  Reden,  die  man
von  ihm  gehört  har,  blickt  nichts  von  Gelehrsamkeit  hervor;
man  müßte  etwa  das  unter  Gelehrsamkeit  rechnen,  daß  er
die  religidsen  Maskeraden,  die  sich  in  den  katholischen  Gottesdienst
  allmählich  eingeschlichen  haben,  vortreffllich  mitzumachen
  weiß.  Es  ist  wenigstens  in  Augsburg  sehr  herausgestrichen
  worden,  daß  er  die  Hände  so  schoͤn  emporzuheben  wisse,
wenn  er  das  Volk  segne.  —  Unbegreiflich,  daß  Clemens  XIV.
einen  Mann  von  der  Art  zum  Cardinal  machen  konnte;  aber
vielleicht  gehört  er  unter  die,  wovon  Clemens  XIV.  auf  dem
Todbette  gesa.t  hatte,  daß  es  ihn  reue,  Cardinäle  gemacht
zu  haben,  und  die  ihn  veranlaßten,  es  abzuschlagen,  als  man
in  seinen  letzten  Stunden  die  Ernennung  weiterer  Cardinäle
von  ihm  wollte.

In  den  ersten  Jahren  seiner  Regierung  glaubte  man  im
Poblikum,  Braschi  sey  ein  feiner,  politischer  Pabst,  denn  er