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Schwäche  des  Staats  durch  das  Pabstthum  ist.  Für  Italien
  von  unendlich  großen  Folgen,  wenn  das  Band
vollends  ganz  aufgeldst  wird,  das  zwischen  Italien  und  dem
übrigen  Europa  war.  Italien  war  seit  dem  zweiten  Jahrhundert
  vor  Christus,  und  ist  bald  achtzehn  Jahrhunderte  nach
Christus  immer  aktives  oder  passives  Centrum  unsres  ganzen
kultivirten  Europa;  nach  Christus  akrives  in  den  Zeiten,  wo
der  Pabst  durch  Bischöfe  und  Mönche  das  ganze  Europa  dirigirte;
  passives,  in  den  Zeiten,  wo  die  Deutschen  nach  Italien
  gingen  auf  ihren  Kirchhof;  die  Franzosen  nach  Italien
gingen,  dort  Eroberungen  zu  machen,  auf  ihren  Kirchhof;  die
Spanier  auf  völlig  gleiche  Art.  Das  Band  ldet  sich  allmählich
fast  ganz  auf.  Denn  das  Einzige,  was  bisher  noch  Italien
recht  im  Nerus  mit  dem  übrigen  Europa  erhalten  hat,  war
der  Pabst.

Für  die  Kirche  werden  die  Folgen  noch  am  groͤßten
seyn.  Unterdessen,  hier  ist  das  politische  Prophezeihen  vergeblich,
  ob  jene  Folgen  nützlich  oder  schädlich  seyn  werden.  Die
katholische  Christenheit  steht  auf  dem  großen  Scheidewege,
entweder  dem  reinen  Protestantismus  sich  zu  nähern,  sich  allmählich
  in  protestantische  Kirche  zu  wandeln,  oder  in  einen
Deismus  zu  verfallen,  der,  wenn  er  unter  dem  Volke  allgemein
  werden  sollte,  nicht  viel  vom  Atheismus  differiren  könnte.
Wenn  übrigens  alle  Koͤnige,  die  es  unstreitig  dem  Kaiser  bald
nachmachen  werden,  auf  der  Bahn  bleiben,  worauf  Joseph  eingetreten
  ist,  naͤmlich:  das  Volk,  das  bisher  nach  dem  ersten
Grundsatze  des  Pabstthums  in  Unwissenheit  erhalten  ist,  aufzuklaͤren,
  so  sind  die  letzten  Befuͤrchtungen  vergeblich.

So  wird  also  endlich  in  unsern  Tagen  das  unbegreifliche
  Phänomen  der  Menschheit  aufboͤren,
daß  in  den  kultivirtesten  Zeiten  von  Europa  ein  italienischer
Priester  ganz  Europa  dirigirt  hat,  daß  ein  Mann,  eigentlich