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vereinigte  sich  das  Interesse  aller  andern  Orden;  denn  sie
alle  wurden  von  diesem  verdrängt.  Sie  nahmen  den  Benediktinern
  die  Besitzungen,  den  Dominikanern  die  Missionen,
den  Franciskanern  Lehrstühle  und  Beichtvaterstellen.  Kein
Orden  hatte  so  früh  und  so  unversöhnlich  den  Haß  aller
Gutgesiunten  gegen  sich;  gegen  keinen  Orden  waren  so  viele
gerichtliche  Beweise  der  Bosheit  geführt  worden,  als  gegen
diesen.  Seine  ganze  Geschichte  war  Geschichte  einer  planmäßigen
  Bogsheit  bei  allen  Verdiensten,  die  sie  sich  etwa  nebenber
  um  die  Literatur  gemacht  haben.  Und  doch  war  dieser
Orden  seiner  ganzen  Einrichtung  nach  dem  Pabste  so  wichtig,
daß  er  ihn  nicht  aufheben  wollte,  da  überdieß  eine  Reihe  von
bewährten  Erfahrungen  zeigte,  daß  jeder  Pabst,  der  sich  ihrem
Interesse  zu  sehr  widersetzt  hatte,  bald  einem  andern  Platz
machen  mußte.  Auch  die  Geschichte  des  Pabstthums
dieses  Jahrhunderts  ist  größtentheils  Gewebe  jesuitischer
  Kabale  und  unbegrenzter  Herrschsucht,  welche  die  päbstliche
  Hoheit  nicht  nur  ihrem  Falle  nahe  gebracht,  sondern  noch
dic  letzte  Erschütterung,  deren  heftiger  Ausbruch-  endlich  den
Jesuiten  selbst  den  Untergang  brachte,  hervorgerufen  hat.
Dennoch  konnten  durch  die  Jesuiten  die  Päbste  am
meisten  ausrichten,  denn  ihr  Genergl  war  verbunden,  sich  in
Rom  aufzuhalten.  Von  hier  aus  regierend,  hatte  er  alle
Nachrichten  aus  den  Jesuiten-Kldstern  aus  der  ersten  Hand,
und  so  wie  der  Pabst  im  Mittelalter  seine  genauesten  Spione
in  den  entferntesten  Reichen  an  den  Bettelmbnchen  hatte,
durch  deren  Hülfe  er  alle  Streitigkeiten  der  Akademien,  alle.
Angelegenbeiten  der  Höfe,  den  Anfang  und  Fortgang  und  das
ummittelbare  Getriebe  aller  Vorfälle  erfuhr,  so  waren  ihm  nun
die  Jesuiten  und  deren  General,  bei  dem  alle  Nachrichten  zus
sammenfloßen,  treffliche  Instrumente.  Er  selbst  saß  hingegen
zu  Rom  unbeobachtet.  Gesandte  an  fremven  Höôfen  3u  halten,
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