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kèönne.  Er  verlor  bei  dieser  Veränderung  gar  nichts,  denn  die
Direktion  des  Corpus  Evangelicorum  blieb  doch  bei  seinem
Hause.  Da  zu  Anfang  dieses  (des  achtzehnten)  Jahrhunderts
Minz  Karl  Alerander  von  Wirtemberg  katholisch
wurde,  so  beschleunigte  dieß  sein  Emporsteigen  bei  der  kaiserlichen
Armee,  und  auch  seinen  Finanzen  war  es  gar  nicht  nachtheilig.
  Die  Schwierigkeiten,  welche  für  die  Hoffnung  der  Succession
  in  der  wirtembergischen  Regierung  daher  hätten  entspringen
  können,  wurden  durch  ein  Blatt  Papier  gehoben.
Idstadt  fand  es  freilich  hernach  unmenschlich  hart,  daß  ein
Fürst  durch  Religionsreversalien  gebunden  seyn  sollte  (äußerst
selten  hat  man  sonst  gesehen,  daß  die  Religionsreversalien  heilig
  gehalten  worden  sind,  z.  B.  in  Kassel).  Was  für  ein
gutes  Mittel  dem  kaiserlichen  Hofe,  wenn  ihn  ein  Reichsfürfst
gerade  ndrhig  hat,  angenehm  zu  werden,  wenn  man  die  katholische
  Religion  ergreift!  Wie  viel  leichter  werden  hier  die
hochgebornen  Prinzen  bei  den  großen  Stiftern  versorgt,  welche
bei  den  Protestanten  durch  den  Degen  langsam  ihr  GElück
suchen  müssen!  Der  Kurfürst  von  Trier  war  der  fünfte  Sohn
seines  Vaters,  August  II.,  Königs  von  Polen.  Was  für
eine  Aussscht  für  ihn,  wenn  er  Protestant  geworden?  Welche
herrliche  Aussicht  aber  bei  der  katholischen  Religion,  nicht  nur
regierender  Herr,  soudern  einer  der  ersten  Reichsfürsien  zu
werden!  Der  Uebertritt  von  der  katholischen  zur  protestantischen
  Religion  ist  immer  mit  vielen  politischen  Nachtheilen
verbunden,  aber  umgekehrt  leister  der  Uebertritt  vielen  Nutzen.
Hessen-Kassel  ist  vielleicht  das  einzige  Beispiel  seiner  Art  vom
Gegemheil.  Hat  man  wohl  (um  nur  im  Kleinen  zu  bleiben)
ein  einziges  Beispiel,  daß  einer  zum  Reichshofrath  gemacht
wurde,  der  von  der  katholischen  zur  protestantischen  Religion
übertrat?  Vielleicht  ist  aber  in  diesem  und  dem  vorigen
Jahrhundert  schwerlich  eine  einzige  Periode,  worin  nicht  neu