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diese  Gesinnung,  und  machte  den  Koͤnig  durch  ihre  Vorstellungen
  zu  einem  nun  gehorsameren  Sohne  der  Kirche.  Der
Pabst  hat  also  zu  Anfang  dieses  (des  achtzehnten)  Jahrhunderts
  freiere  Haͤnde  in  Frankreich,  als  zu  Ende  des  vorigen,
und  man  merkt  es  sogleich,  wie  gut  er  diesen  Umstand  genuͤtzt,
  um  seine  Sache  durchzusetzen.

Spanien  verlor  mit  dem  Anfauge  dieses  Jahrhunderts
seinen  schwachen  Koͤnig  (Karl  II.),  und  während  des  großen
Krieges,  bis  die  Succession  von  Anjou  versichert  war,  konnte
der  Pabst  Alles  versuchen.  Ueberhaupt  war  unter  der  Regierung
  der  Philippe  und  Karls  das  Joch  der  Spanier  gleichsam
  so  angewachsen,  daß  sie  sein  Abwerfen  nicht  einmal  versuchten.
  Es  fing  aus  einem  andern  Tone  an,  wie  die  famoͤse
  Prinzessin  Elisabeth,  Philipps  V.  zweite  Gemahlin,
die  Ruder  ergriff  und  mit  ihrem  Cardinal  Alberoni  die  halbe
Welt  umkehrte.

Polen  kann  zwar  weder  wegen  seiner  Lage,  noch  auch
wegen  seiner  äußeren  Kräfte  merklich  großen  Einfluß  auf  die
Geschichte  des  Pabstrhums  haben.  Unterdessen  fühlten  doch
auch  die  dortigen  Dissidenten,  daß  ihr  König  ein  Proselyt
sey.  Sie  verloren  ein  Recht  nach  dem  andern.  Mit  dem  Anfange
  dieses  Jahrhunderts  brach  nebst  dem  spanischen  Successions-Kriege
  auch  der  große  nordische  Krieg  aus,  worin
Karl  XII.  Schiedsrichter  von  Europa  hätte  werden  können,
aber  den  Abenteurer  machte  und  als  ein  solcher  siarb.  So
große  Revolutionen  dieser  Krieg  in's  politische  System  brachte,
so  nachtheilig  wurde  er  auch  dem  Pabstthum  in  denjenigen
Dingen,  worin  er  dasselbe  traf.  Nur  war  die  Revolution  zu
schnell  vorübergehend  und  betraf  den  unbeträchtlichsten  Theil
der  katholischen  Welt.

Die  Wissenschaften  waren  zu  Anfang  dieses  Jahrhunderts
  in  einer  Lage,  die  manches  Gute  hoffen  ließ,  und  es