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Die  Geschichte  des  Pabstthume  des  achtzehnten
  Jahrhunderts  theilt  sich  in  zwei
Perioden.

4)  Vor  der  geit,  ehe  das  unglückliche  Breve
an  den  Herzog  von  Parma  erging,  dessen
merkwürdigste  Folge  der  Sturz  der  Fesuiten
  war.

2)  Nach  der  Zeit  dieses  Breve.  (Die  ganze  Geschichte
  schließt  sich  an  die  Geschichte  der  Regenten  an.)

Clemens  XI.  (1700—  1721.)

Clemens  XI.  erscheint  zuerst.  Im  ersten  Jahre  dieses
Jahrhunderts-  gingen  Pabsi  In  nocenz  AXll.  und.  Karl  II.
von  Spanien  fast  zu  gleicher  Zeit  aus  der  Welt.  Des  Letztern
  Tod  ward  Signal  des  Kriegs,  des  sogenannten  Spanischen
  Erbfolge-Kriegs,  wovon  schon  oben  die  Rede  war,
der  sich  früher  oder  spiter  auch  nach  Italien  ziehen  mußte,
weil  die  Krone  Spanien  dort  die  ansehnlichsten  Besilzungen
hatte.  Die  Cardinäle  blieben  darum  dießmal  keinen  Monat
im  Conclave.  Johann  Franz  Albani  ward  gewählt.
Drei  Tage  soll  er  sich  mit  Thränen  diese  Würde  verbeten  haben,
  und  doch  drückie  ihn  das  Alter  noch  nicht  gar  sehr,  denn
er  war  erst  51  Jahre  alt.  Endlich  laͤßt  er  sich  erbitten,  und
wird  Pabst  im  vollen  Sinne  des  Worrs.  Bei  dem  nächsibevorstehenden
  Kriege  Italiens  lag  den  Häusern  Bourbon  und
Oestreich  viel  daran,  von  welcher  Partei  der  Pabst  sey.  Der
Kirchenstaat  liegt  gerade  so,  daß  er  für  den  wichtig  ist,  der
Herr  von  Neapel  werden  will.  Clemens  XI.  hatte  noch  als
Albaui  genug  bewiesen,  daß  er  französisch  gesinnt  sey,  und

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