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war  binlänglicher  Zeuge  seiner  Schwäche.  Den  kaiserlichen
Voͤlkern  ward  ein  freier  Zug  durch  das  päbstliche  Gebiet  nach
Neapel  ausgemacht.  In  Comacchio  (das  der  Kaiser  befestigt
hatte)  blieb  kaiserliche  Besatzung.  Die  Hauptfrage,  ob.  nicht
Parma  und  Piacenza  kaiserliche  Lehen  seyen,  blieb  unentschieden
  (dem  Scheine  nach).  Auch  den  oͤstreichischen  Prinzen
mußte  der  Pabst  bald  als  König  von  Spanien  anerkennen.  —
Der  König  von  Spanien,  Philipp,  ungeachtet  er  die  Noth
wohl  einsah,  die  den  Pabst  zu  dieser  Anerkennung  zwang,
jagte  doch  den  päbsilichen  Nuntius  sogleich  vom  Hofe,  und
ward  jetzt  gegen  den  Pabst  eben  so  hart,  als  vorher  Oestreich.

Mit  weit  besserem  Erfolg  bewies  der  Pabst  seinen  Despotismus
  gegen  die  Kirche.  Seine  erste  Handlung  war  zwar
löblich,  und  von  ihm  um  so  unerwarteter,  da  er  sich  sonst
von  den  Jesuiten  ganz  nach  ihrer  Willkür  brauchen  ließ.
Schon  lange  war  Krieg  zwischen  den  Jesuiten  und  übrigen
Missionarien,  besonders  den  Dominikanern,  wegen  der  Missionen,
  namentlich  der  chinesischen.  Feder  Theil  röhmte  sich,
der  christlichen  Religion  außerordemtliche  Dienste  geleistet  zu
haben.  Jeder  Theil  sah  nicht  nur  China,  sondern  auch  manches
  andere  assatische  Land  gleichsam  als  Provinz  seiner  Eroberung
  an.  Der  Streit  blieb  nicht  nur  unter  den  Missionarien
  allein,  sondern  jede  Partei  brachte  auch  den  von  ihr
geworbenen  Proselyren  Haß  gegen  die  Proselyten  der  andern
Partei  bei.  Wenn  man  auch  von  dem,  was  die  Jesuiten  von
dem  Fortgange  ihrer  Mission  sagten,  mehr  als  die  Hälfte,  und
nicht  mit  Unrecht,  abzog,  so  war  er  doch  größer  als  bei  allen
übrigen  Missionarien.  Letztere  konnten  es  auch  nicht  leugnen.
Aber  sie  enthüllten  dic  schändlichen  Geschichten,  wie  die
Jesuiten  bei  den  Missionen  versuhren;  zeigten,  was  das  für
Christen  seyen,  die  von  den  Jesuiten  bekehrr  würden.  Denn

4)  Sie  bewiesen,  daß  die  Jesuiten  den  Chinesen  nichts