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wurde  endlich  in  einen  Kerker  geworfen,  mit  dem  Tode  bedroht,
  und  wirklich  auch  im  Gefängniß  von  den  Christen  der
jesuitischen  Partei  so  mihhandelt,  daß  er  1710  starb.  Der
Pabst  versuchte  noch  einmal,  in  dieser  Sache  einen  Gesandten
nach  China  zu  schicken.  Dieser  eilte  aber,  wieder  wegzukommen,
  denn  die  ersten  Akte  der  Tragödie,  die  mit  seinem  Vorgänger
  gespielt  waren,  wurden  auch  schon  mit  ihm  aufgeführt.
Der  Pabst  machte  zu  Rom  Dekrete,  und  die  Jesuiten  #thaten
in  China,  was  sie  wollten.  Wenn  der  Tumult  über  ihr  Verfahren
  in  Rom  zu  groß  wurde,  so  versprach  etwa.  ihr  General
  auf's  Neue,  daß  gewiß  Gehorsam  geleisiet  werden  sollte.
Aber  dabei  blicb  es.  So  schlau  sie  nun  ihre  Sachen  eingerichtet
  zu  haben  glaubten,  so  tbat  es  doch  zuletzt  in  China
nicht  mehr  gut.  Der  Kaiser,  der  ihre  Kabalen  allmählig
kennen  lernic,  wurde  ihnen  abgeneigt,  und  der  Nachfolger
Cham-Hi  verfügte  endlich  Verfolgung.  Die  chrililiche  Kanzel
wurde  zersidrt,  fast  alle  Missionarien  auf  die  Grenzen  verwiesen.
  Die  Peking'schen  Hof-Jesuiten,  die  bisher  den  Rang
der  größten  Hofmandarinen  genossen  hatten,  wurden  kaum
noch  als  Könsiler  geduldet,  und  durften  sich  vor  dem  Kaiser
gar  nicht  mehr  zeigen.  Die  großen  Bewegungen,  welche  die
große  Missions-Sache  machte,  fielen  zwar  wegen  ihrer  Entfernung
  Wenigen  ganz  in  das  Auge,  aber  wenn  man  auch
nur  das  Einzige  als  historisch  gewih  annebmen  will,  daß  die
Jesuiten  sich  umerstehen  durften,  cinen  päbstlichen  Legaten  a
latere  in's  Gefängniß  zu  werfen  und  hier  auf's  elendeste  sterben
  zu  lassen,  so  sieht  man,  welche  Allmacht  sie  an  sich  gezogen
  hatten,  wie  sie  sich  also  in  den  jansenistischen  Unruhen
zeigen  dursten,  wo  ibrem  Interesse  noch  mehr  daran  lag,  zu
siegen,  wo  der  Pabst  noch  leichter  gewonnen  werden  konnte,
wo  auf  dem  näheren  Schauplatze  die  Maschinen  vervielfältige,
künstlicher  gebaut  und  angebracht  werden  konnten.  Der  Lärm