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benützt  und  bewundert  wurde.  Schwierig  war's  doch  immer,
ein  Buch  anzugreifen,  das  die  einmüthige  Stimme  des  Volks
und  so  vieler  Bischdfe  Approbationen  für  sich  hatte.  Es  wollke
unter  Pabst  Innocenz  Xll.  zu  Rom  nicht  gelingen;  sie  hatten
  damals  den  Pabst  nicht  so  in  ihrer  Gewalt,  um  ihn  in
alle  ihre  Händel  verflechten  zu  können.  Fast  dreißig  Jahre
lang  erhielt  sich  das  Buch  in  allgemeinem  Beifall,  trotz  aller
Kabalen  der  Jesuiten,  und  es  war  ein  kleiner  Nebenumstand,
der  endlich  den  völligen  Ausbruch  des  Kriegs  befbrderte.

Der  Cardinal  von  Noailles,  Erzbischof  von  Paris,
hatte,  unter  andern  Bischöfen,  Quesnels  Noten  über  das
Neue  Testament  sehr  empfohlen.  Er,  ein  den  Jesuiten  so  verhaßtes
  Geschöpf,  hatte  ihnen  schon  zu  Rom  und  bei  Hofe
Schaden  gethan.  Jetzt  war  gute  Gelegenheit,  mit  einem
Schlage  zwei  Feinde  zu  treffen,  dem  Cardinal  wehe  zu  thun,
weil  er  sich  für  Quesnels  Neues  Testament  erklaͤrt  hatte,
und  das  Neue  Testament  selbst  als  ketzerisch  proklamiren  zu
lassen.  Man  fing  nun  mit  Schriften-Ausstreuen  an;  aber
das  that  nicht  die  erwuͤnschte  Wirkung.  Endlich  gewann  man
ein  paar  Bischdfe,  die  das  Buch  als  keczerisch  in  ihren  Dibcesen
  verbieten  sollren;  und  unter  diesen  war  besonders  ein
sehr  unverschämter,  der  das  Verbot  nicht  nur  hier  bekannt
machte,  sondern  auch  in  Paris  öffentlich  an  der  Kirchenthüre
anschlagen  ließ.  Aber  noch  sah  man  nicht  die  Hoffnung  eines
entschiedenen  Sieges.  Der  König  war  noch  zu  sehr  auf  des
Erzbischofs  Seire,  so  viele  Mühe  sich  auch  der  kdnigliche
Beichtvater  Tellier  gab,  den  König  gegen  ihn  einzunehmen.
Nach  und  nach  gelang  es  zwar,  den  König  zu  gewinnen,
aber  diese  Wege  waren  doch  sehr  langweilig  und  sogar  unsicher.
  Man  mußte  einen  schnelleren  aussuchen;  und  nichts
schien  hier  besser,  als  den  Pabst  zum  Koͤnig  drs  Spiels  zu
machen.  Clemens  XlI.  war  von  den  Jesuiken  leicht  dahin