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Religion  sehr  maͤchtige  Unterstuͤtzung.  Der  Herzog  gibt  sich
alle  Muͤhe,  von  seiner  rechten  Gemahlin  wieder  geschieden  zu
werden.  Auf  den  Besehl  des  Pabsies  ward  er  auch  wirklich
durch  den  Bischof  von  Metz  geschieden;  und  jetzt  geschah  die
feierliche  Vermählung.  Denn  der  Herzog,  so  schnell  auch  die
Sache  ging,  soll  den  Zeitpunkt  doch  nicht  haben  abwarten
können,  und  schon  ein  halbes  Jahr  vorher  in  der  Stille  ihr
angetraut  seyn.  Dem  Kirchen-Historiker  liegt  wenig  daran,
ob  ein  Herzog  von  Zweibrücken  eines  Bedienten  Tochter  oder
eine  Prinzessin  heirathet;  aber  unerhört  frech  war  es,  als  eine
Ursache  der  Ehescheidung  anzugeben,  weil  seine  erste  Gemahlin
  eine  Ketzerin  sey.  Das  ganze  Spiel  war  offenbar  so  angelegt,
  daß  wenn  sich  die  erste  Gemahlin  entschlossen  haͤtte,
katholisch  zu  werden,  so  wäre  ihre  eheliche  Verbindung  ungestört
  geblieben.  —  Innocenz  XIII.  war  nur  drei  Jahre  Pabst,
so  ging  er  zu  seinen  Amtsvorfahren.

Benedikt  XIII.  (1724  —  21.  Februar.  1730.)

Noch  einmal  so  lange  regierte  Benedikt  XIII.,  der  gegen
  alle  anderen  Päbsie  dieses  Säculums  einen  sonderbaren
Contrast  machte.  Er  war  zwar  aus  einem  der  angesehensten
rdmischen  Häuser,  aber  seine  ganze  Seele  hatte  sich  ohne  viele
Mühe  so  vüllig  in  den  Dominikaner  verwandelt,  daß  man
an  ihm  vor  und  nach  seiner  Erhebung  auf  den  Stuhl  völlig
das  Ideal  eines  Bertelmöuchs  erkennen  konnte.  Ist's  bei  irgend
  einem  wahrscheinlich,  daß  er  sich  gegen  das  Pabstwerden
aufrichtig  wehrte,  so  gilt's  gewiß  bei  ihm.  Denn  er  hatte
schon  vor  48  Jahren  den  Cardinalshut  durchaus  nicht  annehmen
  wollen,  und  jetzt  in  seinem  76sten  Jahre  mochre  ihm
die  dreifache  Krone  wirklich  zu  drückend  scheinen.  Sein  Ordens-General
  befahl  ihm,  den  göttlichen  Ruf  anzunchmen,