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die  des  dreszehnten  und  vierzehnten  Jahrhunderts  wärdiger
wären,  als  des  achtzehnten.  Einer  der  schrecklichsten
Auftritte  war  1724  zu  Thorn.  Schon  längst  wurde
den  Dissidenten  in  Polen  ein  Recht  nach  dem  andern  abgezwackt.
  Einige  der  vornehmsien  polnischen  Bischöfe  brannten
vor  Religionseifer..  Der  Kbnig  August  II.  glaubte  die  Reputation
  seines  neu  angenommenen  Glaubens  dadurch  befestigen
  zu  müssen,  daß  er  denjenigen,  die  zum  Theil  seine  alten
Glaubensgenossen  waren,  allen  Abbruch  that.  Die  unterthänigsten,
  geduldigsien,  Klagen  der  Dissidenten  fanden  kein  Gehör.
  England,  die  Gencral-Staaten,  der  König  von  Preußen,
  selbst  der  Czaar  intercedirten  für  sie.  Die  Intercession
half,  was  immer  in  solchen  Fällen  die  Intercessions-Schreiben
helfen:  der  Druck  wurde  stiller,  aber  schwerer.  1724  zeigte
sich  zu  Thorn,  eine  Probe,  wobei  die  Jesuiten,  wie  bei  allen
solchen  Auftritten  immer,  die  Hauptpersonen  waren.  Die
Katholiken  hielten  daselbst  am  sechzehnten  Julius  eine  Proces
sion;  es  gab  Unordnung  dabei.  Die  Jesuiten-Schüler  wollten
  das  lutherische  Volk  zum  Niederfallen  zwingen,  und  darüber
  enrsteht  ein  Tumult.  Ein  Steinregen  jagt  die  Jesuiten=Schöler
  in  ihr  Kloster  zurück,  und  der  aufgebrachte  Pöbel
stürmt  selbst  auch  das  Kloster.  Die  Jesuiten  klagten  sogleich
zu  Warschau;  und  die  ganze  Einrichtung  der  Commission,
niedergesetzt  zur  Untersuchung,  wurde  so  getroffen,  daß  man
leicht  voraussah,  wer  gewinnen  würde.  Nur  erwartete  Keiner,
daß  sich  die  Jesuiten  einen  solchen  Sieg  zubereitet  hätten,
wie  sich  sogleich  zeigte.  Die  ganze  Sache  war  Sache  des
Pöbels,  die  Obrigkeit  hatte  Alles  gethan,  um  den  Tumult  zu
verhindern,  ibre  Veranstaltungen  waren  nur  wegen  einiger
Langsamkeit  und  der  Menge  des  Volks  nicht  recht  wirksam.
Wer  konnte  mehr  erwarten,  als  nachdrückliche  Strafe  für  den
Pöbel?  Aber  der  alte  siebenzigjährige  Präsidem  Rösner,  der