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im  Jahre  1725  ab  und  jagte  ihn  fort.  Denn  der  Ungehorsame
  hatte  ihren  Zorn  auch  dadurch  gereizt,  daß  er  auf  zweimalige
  Citation  nicht  erschienen  war.  Der  Nuntius  und  der
Bischof  von  Costnitz  hielten  diese  obrigkeitliche  Handlung  fuͤr
einen  Eingriff  in  ihre  Rechte,  wollten  den  Maͤrtyrer  restituirt
wissen,  und  Passionei  zog  sich  endlich  in  die  Abtei  Muri  zuruͤck.
  Er  setzte  alle  uͤbrigen  katholischen  Cantons  in  Bewegung,
  nahm  zu  Rom  Alles  gegen  die  Luzerner  ein,  so  daß
endlich  der  Pabst  mit  dem  Banne  drohte.  Davor  fuͤrchteten
sich  die  Luzerner  nicht  sehr,  schrieben  vielmehr  unaufhoͤrlich
dreist  fort,  daß  sie  Recht  haͤtten,  und  wollten  sich  nicht  einmal
  auf  Zuspruch  der  übrigen  Kantone  zu  einem  Vergleich
  verstehen.  Der  Pabst  wagte  den  Bann  nicht,  und  fing
an  geschmeidiger  zu  werden,  da  er  hörte  ,  daß  die  Luzerner
eine  Verordnung  ergehen  ließen,  nach  welcher  allgemeine  Lesung
  der  Bibel  und  anderer  geistlichen  Bücher  erlaubt  seyn
sollte,  daß  Niemand  eine  Kirche  besuchen  sollte,  wo.  nicht
deutsche  Messe  gelesen  werde,  und  daß  die  Güter  derer,  die  in
Klöstern  siürben,  nicht  an  die  Kloͤster,  sondern  an  ihre  natürlichen
  Erben  fallen  sollten.  Die  Sache  legte  sich  endlich  bei,
ohne  daß  man  eigentlich  ihr  Ende  weiß.  Sehr  glorreich  muß
der  päbstliche  Sieg  nicht  gewesen  sepn,  denn  die  eigensinnigen
Luzerner  wollten  sich  nicht  einmal  die  leichteste  Deprekation  gefallen
  lassen,  und  der  abgeselzte  Pfarrer  durfte  den  Luzernischen
Grund  nicht  mehr  betreten.

Den  21.  Februar  1750  machte  endlich  Benedikt  den  politischen
  Roͤmern  und  den  Jesuiten  eine  allgemeine  Freude  —  er
starb.  Im  Conclave  gab  es  jetzt  mehr  Parteien,  als  sonst  jemals;
und  was  schon  öfter  geschah,  daß  nach  monatlichem  Zank  der  Parkeien
  oft  gerade  der  Unfähigste  Pabst  wird,  kam  auch  dießmal:  die
Partei  des  Albanischen  Hauses  wählte  einen  alten  78jährigen,  fast
schon  blinden  Cardinal,  Lorenzo  Corsini,  unter  dem  Namen