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unerwartetes  neues  Licht.  —  Die  Ausgabe  der  Werke  des
Ephraem  Syrus,  eines  syrischen  Kirchenvaters  des  zweiten
  Jahrhunderts,  ist  das  zweite  Werk  dieses  Pabstes.  Ueberhaupt
  hat  die  orientalische  Druckerei,  welche  Clemens  im  vaticanischen
  Palast  anlegte,  mehrere  wichtige  Werke  geliefert.

Den  6.  Februar  1740  wich  Clemens  endlich  seinem  Nachfolger.
  Das  Conclave  war  so  unruhig  und  lange  dauernd,
als  nie  seit  der  Cosinitzer  Synode.  Zwei  Parteien  der  Cardinäle
  trieben  einander  so  lange  herum,  daß  überall  her  Ermahnungen
  einliefen,  sie  möchten  das  Wohl  der  Kirche  Christi
bedenken.  Coscia,  ob  ihn  gleich  der  vorige  Pabst  der
Stimme  im  Conclave  unfähig  erklärt  hatte,  erhielt  endlich
doch  eine,  nachdem  er  vorher  lange  gegen  jede  Pabst-Wahl
protestirte,  der  er  nicht  beiwohnen  dürfte.  Sechs  Monate
waren  die  Cardinäle  in  ihrer  Clausur,  und  noch  wußte  man
so  wenig  fast,  als  bei  ihrem  Eintritte.  Der  Cardinal-Kämmerling
  Albani,  Chef  der  einen  Partei,  gerieth  endlich  darauf,
  einen  Namen  in  den  Wurf  zu  bringen,  gegen  dessen
Unparteilichkeit  nichts  gesagt  werden  konnte.  Es  war  Lambertini.
  Ueber  Nacht  war  nun  der  Pabst  fertig.  Lambertini
  nannte  sich  zum  Andenken  dessen,  der  ihn  zum  Cardinal
  machte,

Benedikt  XIV.  (1740  —  4758.)

Ein  lustiger  munterer  Kopf,  reich  an  Kenntnissen,  und
von  so  billiger  Gesinnung,  daß,  wenn  von  einem  Pabste  ein
goldenes  Zeitalter  zu  erwarten  wäre,  gewiß  seine  Regierung
diese  Epoche  gewesen  seyn  müßte.  Wie  Benedikt  XIII.  über
seinen  Andachts-Uebungen  Staats-Sachen  vergaß,  so  ging's
diesem  mit  denselben  anderer  Neigungen  wegen.  Er  liebte  witige
  Gesellschaften  viel  zu  sehr,  als  daß  er  sich  in  sein  Kabinet