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nach  Verlauf  dieser  Zeit  ein  neues  Jubelfest  an.  Und  da
Bonifacius  das  Jubel-Jahr  von  4400  erlebte,  so  machte
er's  dadurch  noch  bequemer,  daß  er  überall  Ablaß-Prediger
ausschickte,  die  denen,  die  verhindert  würden,  nach  Rom  zu
gehen,  denselben  Ablaß  ertheilen  sellten,  den  man  zu  Rom
hebe,  nur  musßte  der  dritte  Theil  der  Reisekosten,  die  nach
Rom  gebraucht  worden  wären,  zur  päbstlichen  Kammer  eingeliefert
  werden.  Sirtus  IV.  fand  die  Zahl  35  für  eine
Jubel-Zahl  zu  ungerade;  er  setzte  also  diese  auf  25  herab,
und  fügte  die  Verordnung  bei,  daß  in  dieser  Zeit  sonst  in  der
ganzen  Welt  kein  Ablaß  gelten  solle.  Schon  diese  öftere  Veraͤnderung
  der  Jubel-Termine  läßt  genugsam  errathen,  daß  sie
eine  sehr  vortheilhafte  Erfindung  seyn  mußten.  Die  Zeit  der
Reformation  machte  auch  hier  in  den  wahren  Gesinnungen
des  rômischen  Hofes  keine  Veränderung,  sondern  höchstens  im
Ausdrucke  derselben,  und,  was  freilich  dem  Pabsie  noch  unangenehmer
  war,  in  den  Gesinnungen  der  Menschen,  da  vorzüglich
  in  Deutschland  der  Eifer  der  katholischen  Chrisien,  von
Rom  Jubel-Ablaß  zu  holen,  nicht  mehr  so  feurig  war.  Jetzt
kamen  oft  mehr  Bettler  und  Arme  nach  Rom,  als  solche,  von
denen  reiche  Opfer  zu  erwarten  waren.  Der  Pabst  mußte
zur  Unterhaltung  derselben  in  den  Hospitälern  mehr  aufwene
den,  als  von  dem  Ablaß  erlangt  ward.  Anstatt  daß  bei  dem
Jubel-Jahr  des  Bonifacius  zwei  Millionen  Menschem  nach
Rom  kamen,  so  kamen  im  Jubel-Jahre  Benedikts  XIV.  1750
nur  195,000  Menschen  dahin,  und  zwar  lauter  Italiener,
Mönche  und  andere,  von  denen  gar  nichts  zu  hoffen  war.
Doch  ließ  sich  der  Pabst  nicht  reuen,  die  Kosten  aufzuwenden,
um  nur  mehrere  der  alten  Prätensionen  noch  zu  führen,  und
vielleicht  Vieles  von  dem,  was  sich  jetzt  nicht  thun  ließ,  zu
seiner  Zeit  in's  Werk  zu  setzen.  So  ward  jetzt  meistens  in
den  Jubel-Fahren  der  Bann  noch  einmal  auf's  nachdrücklichsie